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Wie ein Stararchitekt ein Wolkenschiff für Brot baute


  • Das Paneum – die Wunderkammer des Brotes beherbergt die Sammlung seines Gründers, des österreichischen Brötchen-Giganten Peter Augendopler
  • Der Stararchitekt Wolf D. Prix entwarf das außergewöhnliche Gebäude in Form einer Wolke
  • Die flexible Mineralwolle ist der perfekte Dämmstoff für das Wolkengebilde

Am 15. Mai feiern wir mit dem Tag des Deutschen Brotes das Lebensmittel, das morgens gerne auf dem Frühstückstisch steht oder unser Abendessen abrundet. Für Peter Augendopler, Firmeninhaber des großen österreichischen Brotherstellers Backaldrin ist Brot das essenziellste Produkt dieser Welt. Die firmeneigene Sammlung rund um das Thema machte er deshalb in einem spektakulären Gebäude der Öffentlichkeit zugänglich: im Paneum – der Wunderkammer des Brotes.

Diese Wunderkammer, die den alten barocken Privatsammlungen nachempfunden ist, erzählt hier viele Geschichten: die Erfolgsgeschichte der Gründerfamilie Augendopler und des Unternehmens Backaldrin, die Geschichte des Brotes und zuletzt die einer architektonischen Meisterleistung.

Ein Wolkengebilde erfüllt den Traum eines Brotgiganten

Wer sich dem Gebäude nähert, dem fällt sofort seine ungewöhnliche Form auf. Geplant hat es der renommierte und mehrfach preisgekrönte Architekt Wolf D. Prix. Prix ist Mitbegründer der Architektenkooperation Himmelb(l)au, die unter anderem die BMW-Welt und das Gebäude der EZB entwarf. Die Kooperation strebt danach, die Struktur der Gebäude offenzulegen, aufzubrechen und dessen Instabilität aufzuzeigen.

Nach diesem Vorbild schwebt der Ausstellungsbereich des Paneum in einem Wolkenschiff über dem quaderförmigen Sockelgebäude mit Veranstaltungsräumen. Ausführliche Gespräche mit dem Auftraggeber Peter Augendopler gaben die Inspiration. „Seine intensive Schilderung hat mich an eine Arche Noah erinnert, mit der wertvolle Objekte gleichsam in eine andere Welt gerettet werden sollen“, so Wolf D. Prix im Gespräch mit holzistgenial.at.

Mineralwolle sorgt für optimale Wärmedämmung und Brandschutz

Die silberne Wolke wird von fast 4.000 individuell gefertigten Edelstahlschindeln verkleidet. Auch die Holzkonstruktion ist eine Meisterleistung. Sie besteht aus millimetergenau gefrästen Bauelementen, die ohne Stützträger auskommen. Arbeiten, die ohne 3D-Technologien nicht denkbar wären. Somit ist das Gebäude ein Musterbeispiel für digitales Bauen. Für die Wärmedämmung und den Brandschutz der Wolke sorgt dabei Mineralwolle, deren biegsame Eigenschaft hier besonders gefragt war.

Innen bildet das kreisförmige Atrium das Zentrum. Hier hängen zahlreiche Exponate von Porzellanfiguren über Gemälden und Skulpturen bis hin zu Schriften aus aller Welt wie ein Kronleuchter von der Decke. Unter den Exponaten des Museums finden sich unter anderem ägyptische Kornmumien, die den Verstorbenen mitgegeben wurden. Zudem Spielzeugautos, peruanische Totempfähle oder Schandmasken, die Bäcker im Mittelalter tragen mussten, wenn sie ihre Quote nicht erfüllten oder das Mehl streckten.

Augendoplers langjähriger Traum war es, dem Brot eine Ausstellung zu widmen. Dem gelernten Bäcker wurde das Handwerk in die Wiege gelegt. Seine Eltern Alois und Juliane gründeten 1964 die Backaldrin GmbH & Co. KG und die Erfolgsgeschichte des Unternehmens begann. Sein bekanntestes Produkt, der Kornspitz, landete 1984 das erste Mal auf dem Tisch und eroberte die Welt wie im Flug. Heute wird das Brot in 72 Ländern täglich mehr als 4,5 Millionen Mal gegessen.

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Bild 1
Das Zentrum des Wolkengebildes ist das Atrium, das von einer Wendeltreppe umgeben ist. Foto: Markus Pillhofer

Bild 2
Im Atrium hängen Exponate von der Decke wie eine Art Kronleuchter. Foto: Markus Pillhofer

Bild 3
Das Paneum zeigt seine Ausstellungsstücke auf zwei Ebenen. Foto: Markus Pillhofer

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