Glossar

Von A wie Akustikdecke bis Z wie Zwischensparrendämmung:
In unserem Glossar finden Sie die wichtigsten Begriffe zum Thema Dämmung.


A

Akustikdecke 
Akustikdecken sind Deckenbekleidungen und Unterdecken, die durch ihre offenporige Struktur Schallwellen aufnehmen und deren Reflexion minimieren. Dadurch wird die Raumakustik spürbar verbessert. Minerwolldämmung wird sowohl in Form von oberflächenbeschichteten Platten ohne Bekleidung (z.B. in Kellerräumen) als auch bekleidet mit gelochten Holz- oder Gipskartonplatten in Akustikdecken eingesetzt.

Aufsparrendämmung
Die Aufsparrendämmung ist eine Variante der Steildachdämmung. Die druckfeste Dämmung wird vollflächig über den Dachsparren verlegt. Nichtbrennbare Dämmstoffe aus Mineralwolle bieten bei der Aufsparrendämmung neben dem Wärmeschutz auch zusätzlichen Schall- und Brandschutz.

Außendämmung
Bei der Außendämmung wird die Dämmung außenseitig an die Außenwand angebracht. In Deutschland wird zwischen der vorgehängten, hinterlüfteten Fassade (Fassadenbekleidung), dem zweischaligen Mauerwerk (Klinkerfassade) und dem Wärmedämmverbundsystem (Putzfassade) unterschieden. Die genannten Konstruktionsvarianten können mit Mineralwolldämmplatten in unterschiedlicher Ausprägung gedämmt werden.


B

Blower-Door-Test
Nach Energieeinsparverordnung (EnEV) muss die Gebäudehülle möglichst luftdicht ausgeführt werden, um Wärmeverluste zu reduzieren und Zugluft zu vermeiden. Wie luftdicht ein Gebäude nach Abschluss der Arbeiten wirklich ist, kann mit dem sogenannten Blower-Door-Test (Luftdichtheitstest) überprüft werden. Bei diesem Test wird im Gebäude ein Über-/Unterdruck erzeugt und gemessen, wieviel Luft entweicht. Je weniger Luftentweichung beim Test gemessen wird, desto besser. Den Blower-Door-Test machen unabhängige Fachleute, auch um die Qualität des ausführenden Handwerkers nachzuweisen.

Brandschutz
Der Begriff „Brandschutz“ beschreibt alle Maßnahmen, die das Entstehen oder Ausbreiten von Bränden in Gebäuden wirkungsvoll vermeiden. Dabei ist das Brandverhalten von Baustoffen eine wichtige Eigenschaft. Als „nicht brennbar“ ausgewiesene Baustoffe bieten dabei den höchsten Schutz. Mineralwolldämmstoffe sind nicht brennbar und bieten damit höchsten Brandschutz.


D

Dachdämmung
Unter Dachdämmung versteht man die speziell für diesen Anwendungszweck entwickelten Dämmprodukte. Das Dach bietet für eine Dämmung beste Voraussetzungen, da es vorwiegend als Holzkonstruktion ausgeführt wird, in deren Hohlräume (z.B. zwischen den Dachsparren) ein Dämmstoff eingebaut werden kann, ohne dass die Konstruktionsdicke zunimmt. Man spricht dabei von einer Zwischensparrendämmung. Ideal für die Zwischensparrendämmung ist eine flexible Mineralwolldämmung, die ohne zusätzliche Befestigung zwischen die Dachsparren geklemmt wird. Alternativ kann die Dachdämmung auch als Aufsparrendämmung ausgeführt werden. Dabei liegt die Dämmschicht über den Dachsparren. Hierfür eignen sich besonders gut druckfeste Mineralwolldämmplatten.

Dampfbremse
Die Dampfbremse ist ein Material, das den Wasserdampfdurchgang behindert. Eine Dampfbremse ist nicht so dampfdicht wie eine Dampfsperre. Eine Dampfbremse/-sperre wird immer dort benötigt, wo verhindert werden soll, dass warme, feuchte Luft aus dem Raum in ein Bauteil eindringt und dort zu schädlichem Tauwasser führt. Sie kann gleichzeitig die Aufgaben der luftdichten Ebene übernehmen. Bei heutigen modernen diffusionsfähigen Bauteilaufbauten verwendet man Dampfbremsen anstatt Dampfsperren. Sogenannte variable Dampfbremsen lassen in Abhängigkeit von den umgebenden Klimabedingungen mehr oder weniger Feuchtigkeit durch. Das kann zum Beispiel für das Austrocknen feuchter Konstruktionen wichtig sein. Dampfbremsen sind in der Regel Kunststofffolien. Sie werden immer auf der warmen Seite der Konstruktion angebracht und müssen luftdicht an alle anschließenden und durchdringenden Bauteile angeschlossen werden.

Dampfsperre
Die Dampfsperre ist ein Material, das den Wasserdampfdurchgang verhindert. Eine Dampfsperre ist viel dampfdichter als eine Dampfbremse und lässt sehr wenig bis überhaupt keine Feuchtigkeit durch. Bei einer Dampfsperre handelt es sich entweder um eine Kunststoff- oder eine Aluminiumfolie. Sie verhindert, dass Feuchtigkeit in das Bauteil eindringen und dieses schädigen kann. Dampfsperren werden immer auf der warmen Seite der Konstruktion angebracht und müssen luftdicht an alle anschließenden und durchdringenden Bauteile angeschlossen werden.

Diffusion
Die Diffusion bezeichnet den Durchgang von Gasen durch Stoffe, zum Beispiel Wasserdampf, durch eine Folie.

Diffusionswiderstand
Als Diffusionswiderstand wird der Widerstand eines Stoffes gegen den Durchgang von Gasen, zum Beispiel Wasserdampf, bezeichnet.


E

Effizienzhaus
Als Effizienzhaus wird, in Anlehnung an die Förderprogramme der KfW, ein besonders energiesparendes Gebäude bezeichnet. Man unterscheidet je nach Höhe der Energieeffizienz bei Neubauten zwischen Energieeffizienzhäusern 40 und 55. Je niedriger die Zahl, desto besser die energetische Qualität des Gebäudes und umso besser ist es gegenüber den aktuell gesetzlichen EnEV-Anforderungen. Ein Effizienzhaus 55 hat zum Beispiel nur 55 Prozent des Primärenergiebedarfs des EnEV-Referenzgebäudes. Energieeffizienzhäuser werden von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) finanziell gefördert.

Energieausweis
Mit dem Energieausweis wird die Energieeffizienz eines Gebäudes dokumentiert. Ein sogenannter Bandtacho zeigt an, ob das Gebäude energetisch gut (grüner Tachobereich) oder schlecht (roter Tachobereich) ist. Der Energieausweis ist bei Neubau, Verkauf oder Vermietung von Gebäuden erforderlich. Er muss zum Beispiel bei Neuvermietung einer Wohnung dem Mieter vorgezeigt werden.

Energieeinsparverordnung
Die Energieeinsparverordnung (EnEV) regelt die Anforderungen an die energetische Qualität von Gebäuden in Deutschland. Sie ist Teil des deutschen Baurechts. Ein Bauherr bzw.  Gebäudeeigentümer muss die EnEV beachten und einhalten. Die EnEV definiert die Anforderungen über den sogenannten Jahres-Primärenergiebedarf. Sie wird in unregelmäßigen Abständen aktualisiert.

Es ist bei Bau- oder Sanierungsvorhaben empfehlenswert, sich an ausgewiesene Fachleute wie Energieberater zu wenden, die sicherstellen, dass die EnEV-Anforderungen auch eingehalten werden.


F

Feuchteschutz
Der Feuchteschutz regelt verschiedene Anforderungen an einem Gebäude. Einerseits muss verhindert werden, dass Regen oder aufsteigende Feuchtigkeit in das Gebäude eindringen. Andererseits muss der bauliche und hygienische Feuchteschutz im Gebäude hinsichtlich Tauwasser, niedrigen Oberflächentemperaturen und im Bereich von Wärmebrücken eingehalten werden. Ein ausreichend dimensionierter Mindestwärmeschutz verhindert Tauwasser- und Schimmelpilzbildung. Es ist deshalb bei allen Maßnahmen an Bauteilen zu prüfen, ob der Feuchteschutz eingehalten wird.

First
Der First ist die oberste Dach- bzw. Gebäudekante.

Flachdachdämmplatte     
Dämmstoffe für Flachdächer sind besonders druckfest und teilweise begehbar. Auf der Dämmschicht wird in der Regel eine weiche Dachhaut, die Flachdachabdichtung, aufgebracht. Für Flachdächer werden spezielle Mineralwollplatten mit hoher Druckfestigkeit angeboten, die durch ihre Nichtbrennbarkeit auch den Brandschutz verbessern und außerdem noch schalldämmend wirken.


G

Gebäudehülle
Die Gebäudehülle wird durch diejenigen Bauteile gebildet, die ein Gebäude umgeben. Dazu gehören das Dach bzw. die Decke, die Außenwände, die Fenster und die Kellerdecke bzw. Bodenplatte. Alle diese Bauteile grenzen die beheizten Wohnräume gegen die kalte Außenluft ab und müssen daher mit geeigneten Materialien gedämmt werden. Es sind für nahezu alle Gebäudehüllflächen spezielle Mineralwolldämmprodukte erhältlich.

Glaswolle 
Zusammen mit Steinwolle bildet Glaswolle die Gruppe der Mineralwolle. Hergestellt wird Glaswolle zum größten Teil aus Altglas. Weitere Zutaten sind Sand, Kalkstein, Soda und zu kleinen Teilen Bindemittel sowie Staubbindemittel. Bei der Herstellung entstehen feinste Glasfasern, die zu einer Wolle versponnen werden. Glaswolle ist unverrottbar und resistent gegen Schimmel, Fäulnis und Ungeziefer. Die Glaswolle wird als nichtbrennbar der Baustoffklasse A1 zugeordnet. Glaswolle ist lose und in Form von Platten oder Filzen erhältlich. Sie kann zur Wärme- und Schalldämmung verwendet werden. Glaswolle wird je nach Hersteller in verschiedene Farben angeboten.


I

Innendämmung    
Die Innendämmung ist eine Variante der Dämmung der Außenwand. Die Dämmung wird innenseitig an die Außenwand angebracht. Das kann bei Fassaden sinnvoll sein, die nicht von außen gedämmt werden können, zum Beispiel bei denkmalgeschützten Altbauten. Da die Innendämmung bauphysikalisch Nachteile gegenüber der Außendämmung hat, empfiehlt sich stets eine Beratung durch einen Dämmexperten. Auch für die Innendämmung werden verschiedene Lösungen mit Mineralwolldämmstoffen angeboten.


J

Jahresheizwärmebedarf  
Der Jahresheizwärmebedarf beschreibt die Energiemenge, die jährlich von der Heizung ohne Warmwasserbereitung zur Beheizung des Gebäudes bereitzustellen ist. Der Jahresheizwärmebedarf resultiert aus den Wärmeverlusten über Bauteile und Lüftung, reduziert um die internen und solaren Gewinne. Der Kennwert gibt die Qualität der Gebäudehülle an und ist Teil des EnEV-Nachweises für Gebäude.


K

k-Wert
siehe Wärmedurchgangskoeffizient

Kaschierung 
Die Kaschierung ist eine Oberflächenbeschichtung von Dämmstoffen, um zusätzlich positive Eigenschaften für die Mineralwolle zu bewirken, zum Beispiel Schutz gegen Witterungseinflüsse. Die Kaschierung kann aus unterschiedlichen Materialien bestehen.

Kondensation 
Kondensation ist der Übergang eines Stoffes vom gasförmigen in den flüssigen Aggregatzustand. Das Produkt einer Kondensation wird als Kondensat bezeichnet. Kondensation lässt sich beobachten, wenn feuchtwarme Raumluft auf etwas Kälteres trifft. Trifft warme, feuchte Raumluft auf eine kalte Außenwand, kann es dort zu einer Feuchtigkeitsansammlung durch Tauwasser kommen, die ein idealer Nährboden für Schimmel ist. Eine Dämmung der Außenwand kann dies wirkungsvoll verhindern, ebenso wie ausreichendes Lüften, damit die feuchte Raumluft entweichen kann.

kontrollierte Wohnraumlüftung    
siehe Wohnraumlüftung

Körperschall  
Körperschall ist neben Luftschall eine Möglichkeit der Schallausbreitung. Von Körperschall, auch Trittschall, wird gesprochen, wenn der Schall nicht von der Luft, sondern von festen Körpern übertragen wird – wie beim Gehen auf einem Fußboden: Estrich wird schwimmend auf einer Dämmschicht verlegt, so dass die Körperschallübertragung unterbrochen wird. Besteht doch irgendwo direkter Kontakt zum umgebenden Gebäudeteil, gelangt der Schall über sogenannte Schallbrücken ungehindert zum Nachbarn. Auch Wasserrohre müssen entsprechend gedämmt werden, damit zum Beispiel die Klospülung nicht im ganzen Haus zu hören ist. Mineralwolle ist für die Schalldämmung aufgrund ihrer offenporigen Struktur sehr gut geeignet.


L

Lattung
Als Lattung wird die Unterkonstruktion bezeichnet, an der etwa die Dacheindeckung oder Holzverkleidung einer Fassade bzw. die Innenbekleidung befestigt werden. Sie besteht in der Regel aus Holzlatten. Beim Dach wird auch von der Dachlattung gesprochen.

leichte Trennwand
Bei einer leichten Trennwand handelt es sich um eine mehrschalige Trennwand aus leichten Baustoffen. In der Regel handelt es sich dabei um Holz- oder Metallständerwände, die mit Gipsbauplatten oder Holzwerkstoffplatten verkleidet werden. Zwischen den Ständern ist Platz für die Installationskabel bzw. Wärme- und Schalldämmung. Der Vorteil dieser Bauweise besteht in der vergleichsweise einfachen Herstellung und Rückbaubarkeit. Damit können Räume zu einem späteren Zeitpunkt mit geringem Aufwand neu aufgeteilt werden. Leichte Trennwände sind im Schall- und Brandschutz gleichwertige zu Massivbauwänden.

Luftschall
Von Luftschall wird gesprochen, wenn der Schall über Luft übertragen wird, etwa Geräusche im Raum oder Straßen- und Flugzeuglärm. Die Schallwellen breiten sich über die Luft aus, wobei auch die Bauteile durch den Luftschall angeregt werden. Wie stark der Luftschall über Wände, Decken oder andere flankierende Bauteile übertragen wird, hängt von der Konstruktion und Masse ab. Bodenbeläge haben kaum Einfluss auf die Luftschalldämmung. Mineralwolle ist für die Luftschalldämmung sehr gut geeignet, da sie dem Masse-Feder-Masse-Gesetz folgend zwischen zwei Beplankungen, zum Beispiel in einer leichten Trennwand, eine wirkungsvolle Schalldämmung erzeugt. Mineralwollplatten haben zudem eine schallabsorbierende Wirkung und können zusätzlich die Akustik im Raum verbessern.


M

Mineralwolle
Mineralwolle bezeichnet einen weichen Werkstoff aus künstlich hergestellten mineralischen Fasern. Je nach Ausgangsmaterial unterscheidet man Glaswolle und Steinwolle. Verarbeitet wird die Mineralwolle zu Dämmfilzen in Rollenform oder Dämmplatten. Für die Hohlraumdämmung kommt auch lose Mineralwolle zum Einsatz. Da Mineralwolle hohen Temperaturen widerstehen kann und nichtbrennbar ist, kommt es bevorzugt dort zum Einsatz, wo hohe Anforderungen an den Brandschutz bestehen. Allgemein ist Mineralwolle der am häufigsten verwendete Dämmstoff.


N

Niedrigenergiehaus   
Der Begriff „Niedrigenergiehaus“ stammt noch aus einer Zeit, als die Wärmeschutzverordnung (WSVO1995) ihre Gültigkeit besaß. Damals handelte es sich um Häuser, die weniger Energie benötigten als gesetzlich vorgeschrieben. Mit Einführung der Energieeinsparverordnung haben sich auch die Begrifflichkeiten verändert – und das einige Male. Mittlerweile werden Häuser mit einem besonders guten (weil niedrigen Energieverbrauch) als Effizienzhäuser bezeichnet. Es gibt zum Beispiel das Effizienzhaus 40 oder Effizienzhaus 55.


P

Passivhaus 
Ein Passivhaus ist ein Gebäude, in welchem die thermische Behaglichkeit (ISO 7730) allein durch Nachheizen oder Nachkühlen des Frischluftvolumenstroms, der für ausreichende Luftqualität (DIN 1946) erforderlich ist, gewährleistet werden kann – ohne dazu zusätzlich Umluft zu verwenden. Grundlage des Passivhausprinzips ist eine sehr gut wärmegedämmte, wärmebrückenfreie und luftdichte Gebäudehülle. In Kombination mit einer effizienten Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung kann die Passivhausqualität erreicht werden. Passivhäuser stehen für extrem niedrige Energiekosten und eine sehr hohe Behaglichkeit in den Räumen.

Primärenergiebedarf 
Der Jahresprimärenergiebedarf beschreibt die Energiemenge, die zur Deckung des Endenergiebedarfs eines Gebäudes benötigt wird. Im Primärenergiebedarf ist auch die zusätzliche Energiemenge zu berücksichtigen, die durch zeitlich oder örtlich vorgelagerte Prozessketten außerhalb des Systems „Gebäude“ bei der Gewinnung, Umwandlung und Verteilung der eingesetzten Brennstoffe entsteht. Üblicherweise wird die Primärenergie als Kriterium für die CO₂-Emission herangezogen und ist die gesetzlich Kenngröße der EnEV.

Putzträger-Dämmplatten
Putzträger-Dämmplatten ermöglichen das direkte Aufbringen der Putzschicht auf die Wärmedämmung. Insbesondere für die Fassadendämmung werden Putzträger-Dämmplatten für Wärmedämmverbundsysteme angeboten. Putzträger-Dämmplatten aus Mineralwolle werden entweder auf die Wand geklebt oder mit Dübeln montiert.


R

Raumakustik 
Bei der Raumakustik geht es um die Verbesserungen der akustischen Eigenschaften innerhalb eines Raumes. Die Schalldämpfung funktioniert besonders gut bei offenporigen, absorbierenden Materialien. Durch den Einbau von Akustikdecken können die Aufgaben der Schallabsorption im Wesentlichen gelöst werden. Mineralwolldämmplatten haben gute schallabsorbierende Eigenschaften.

Rohrdämmung
Damit bei Heizungsrohren und Warmwasserleitungen die Wärme nicht verloren geht, bzw. es bei Kaltwasserleitungen außen nicht zu Kondenswasserbildung kommt, werden diese mit sogenannten Rohrschalen gedämmt. Je nach Material werden dabei auch die Fließgeräusche schallgedämmt. Rohrschalen aus Mineralwolle bieten den Vorteil des Wärme- und Schallschutzes.


S

Schallbrücke 
Als Schallbrücke bezeichnet man Stellen in einem eigentlich schalldämmenden Bauteil, wo der Schall dennoch und unerwünscht übertragen wird. Beispielsweise können harte Gegenstände, wie Schrauben in einer Trittschalldämmschicht, eine steife Verbindung zwischen schwimmendem Estrich und Rohdecke herstellen und so den Trittschall als Körperschall übertragen. Ebenso können bei nicht dicht gestoßenen Trennwandplatten offene Fugen entstehen, durch die der Schall als Luftschall dringen kann. Mineralwolldämmstoffe wirken luftschall- und körperschalldämmend und füllen Hohlräume zuverlässig und vollständig aus.

Schallschutz  
Unter dem Begriff „Schallschutz“ werden alle Maßnahmen zusammengefasst, die mögliche Lärmbelästigungen vermeiden. Dabei kann sich die Lärmquelle außerhalb eines Gebäudes (z.B. Verkehrslärm) oder innerhalb eines Gebäudes (z.B. Maschinenlärm, Radio, Stühle rücken) befinden. Der Schall kann als Luftschall oder Körperschall übertragen werden. Beispiele für schalldämmende Maßnahmen sind Produkte aus Mineralwolle in Trockenbauwänden (Luftschallschutz), unter Estrichen (Trittschall- bzw. Körperschallschutz) oder in abgehangenen Decken (Schallabsorption für eine bessere Raumakustik).

Steildach
Ab einer Dachneigung von etwa 30° wird ein Dach als Steildach bezeichnet. Gebräuchliche Dachformen sind Walmdach, Mansarddach, Satteldach oder Pultdach. Die Dachkonstruktion wiederum kann vom Zimmermann als Pfettendach, Kehlbalkendach oder Sparrendach ausgeführt werden. Hinzu kommen verschiedene Massivdachsysteme, die ohne Dachstuhl auskommen. Bei einem Steildach über einem ausgebauten Dachraum muss das Dach gedämmt werden. Dadurch erreicht man einen energiesparenden Wärmeschutz im Winter, einen Schutz vor sommerlicher Hitze und einen ausgezeichneten Schallschutz. Die Dämmung erfolgt hier meist mit Mineralwolle zwischen den Sparren, oft unterstützt durch eine Untersparrendämmung. Soll die Dachkonstruktion von innen sichtbar bleiben bietet sich eine Aufsparrendämmung an.

Steinwolle 
Steinwolle zählt zur Gruppe der Mineralwolle. Die Herstellung erfolgt unter Verwendung von Mineralien wie Basalt, Dolomit, Kalkstein, Diabas und Betonformsteine, durch die Recyclingmaterial zugeführt wird. Diese Mineralien werden aufgeschmolzen und zu Steinwolle zerfasert. Diese Fasern sind unverrottbar und resistent gegen Fäulnis, Schimmel und Ungeziefer. Aus den Steinwollfasern werden Dämmmatten oder Dämmplatten hergestellt. Für die Hohlraumdämmung ist Steinwolle auch lose erhältlich. Steinwolle hat viele Einsatzgebiete, so wird sie etwa zur Schall- und Wärmedämmung, zum vorbeugenden Brandschutz für Dächer, Wände und Fußböden sowie in der technischen Dämmung eingesetzt.


T

Taupunkt 
Als Taupunkt wird die Temperatur bezeichnet, bei der sich abkühlender Wasserdampf zu Wasser kondensiert. Bei Bauteilen stellt sich die Frage, wo sich dieser Taupunkt im Bauteilquerschnitt befindet, wieviel Tauwasser ausfällt und wie groß die Verdunstungsmenge ist. Um sicherzustellen, dass es zu keiner schädlichen Tauwasserbildung kommt, lässt sich das Bauteil mit einer Tauwasserberechnung nachweisen. Doch auch ohne eine solche Berechnung lassen sich Bauteilquerschnitte definieren, bei denen es zu keinem schädlichen Tauwasserausfall kommt. Die Außendämmung von Bauteilen ist bauphysikalisch meist unproblematisch. Bei Innendämmungen oder Gefachdämmungen mit Mineralwolle wird oftmals der Einsatz von Dampfbremsen erforderlich. Bei Bauteilen, die unzureichend gedämmt sind, kann es auf kalten Innenoberflächen zu Tauwasserbildungen und/oder zu Schimmelpilzbildungen kommen.

Tauwasser  
Jede natürlich vorkommende Luft trägt eine bestimmte Menge an Wasser als Wasserdampf in sich. Warme Luft kann mehr Wasser aufnehmen als kalte Luft. Kühlt sich warme Luft ab, so kann diese den in ihr enthaltenden Wasserdampf nicht mehr halten und es kommt zur Tauwasserbildung. Das kann im Inneren von Bauteilen, da sich Wasserdampf auch durch Bauteile bewegt, oder an deren Oberfläche geschehen. Um sicherzustellen, dass es zu keiner schädlichen Tauwasserbildung kommt, lässt sich das Bauteil mit einer Tauwasserberechnung nachweisen. Doch auch ohne eine solche Berechnung lassen sich Bauteilquerschnitte definieren, bei denen es zu keinem schädlichen Tauwasserausfall kommt. Die Außendämmung von Bauteilen ist bauphysikalisch meist unproblematisch. Bei Innendämmungen oder Gefachdämmungen mit Mineralwolle wird oftmals der Einsatz von Dampfbremsen erforderlich. Bei Bauteilen, die unzureichend gedämmt sind, kann es auf kalten Innenoberflächen zu Tauwasserbildungen und/oder zu Schimmelpilzbildungen kommen.

Tauwasserschutz
Um Schäden durch Tauwasser vorzubeugen, ist ein Tauwasserschutznachweis erforderlich und gegebenenfalls sind entsprechende Maßnahmen notwendig. Die wichtigste davon ist die Wärmedämmung. Sie sorgt dafür, dass Außenwände nicht zu stark abkühlen. Dann kann im Winter die warme Raumluft nicht mehr an einer kalten Wand kondensieren. So können auch Schimmelschäden von vorneherein vermieden werden. Eine weitere Maßnahme zum Tauwasserschutz ist die luftdichte Gebäudehülle. Kann die warme feuchte Raumluft nicht mehr in die Konstruktion gelangen, so kann dort bei Abkühlung auch kein Tauwasser entstehen. Die Luftdichtheit wird zum Beispiel mit Dampfbremsen und Dampfsperren hergestellt. Auch richtiges Lüften trägt zum Tauwasserschutz bei. Nur wenn regelmäßig die im Gebäude produzierte Feuchte mit der Raumluft aus dem Gebäude gelüftet wird, reduziert sich die Gefahr, dass sich irgendwo Tauwasser bildet. In modernen Häusern geschieht das Lüften meist durch Lüftungsanlagen. Ansonsten gilt die Regel, dass Fenster und Türen kurz, aber vollständig geöffnet werden sollen. Nur so kühlen die Möbel und Wände nicht aus. Diese Gefahr besteht sonst, wenn das Fenster den ganzen Tag auf Kippstellung steht.

Trittschalldämmung
Die Trittschalldämmung ist die Dämmung von Körperschall bei Fußböden. Trittschall entsteht beispielsweise beim Begehen von Fußböden und Treppen, aber auch beim Stühlerücken oder beim Hüpfen auf Böden. Zur Trittschalldämmung werden im Fußbodenbereich sogenannte „schwimmende Estriche“ eingesetzt. Hierzu werden zwischen dem Estrich und der Rohdecke Trittschalldämmplatten aus Mineralwolle eingesetzt und Estrich und Wand mit Randdämmstreifen getrennt.


U

U-Wert
Der U-Wert ist der Wärmedämmwert eines Bauteils als Zahlenwert. Er wird bestimmt aus der Summe des Wärmedurchlasswiderstandes der einzelnen Bauteilschichten unter Berücksichtigung der Wärmeübergangswiderstände. Je kleiner der U-Wert, desto besser dämmt das Bauteil. Das erreicht man besonders durch den Einsatz von Baustoffen mit kleinen Wärmeleitfähigkeiten und großen Dicken wie Mineralwolle. U-Werte werden von der Energieeinsparverordnung vorgegeben.

Unterdeckbahn   
Die Unterdeckbahn ist eine spezielle Zusatzmaßnahme zur Herstellung der Regensicherheit von Dachdeckungen. Ihre Lage befindet sich unter der Deckung und über der Wärmedämmung. Sie eignet sich zudem als Trennlage und wasserabführende Schicht unter Blechdächern. Auch an Wänden wird sie zum Schutz der Wärmedämmung hinter Verschalungen eingesetzt. Unterdeckbahnen sind meistens diffusionsoffen, es kann kein flüssiges Wasser von außen eindringen, dafür aber Wasserdampf von innen durch die Folie austreten. Befindet sich also Feuchtigkeit in der Konstruktion, kann diese austrocknen. So werden Schimmelbildung und Bauschäden verhindert.

Untersparrendämmung
Die Untersparrendämmung wird unter den Sparren angebracht. Dies geschieht in der Regel zusätzlich zur Zwischensparrendämmung, da die Sparrenhöhe häufig für die gestiegenen Anforderungen an die Dämmung nicht mehr ausreicht. Als Untersparrendämmung wird bevorzugt die flexible Mineralwolle zwischen die quer zum Sparren verlaufenden Latten der Unterkonstruktion der Innenbekleidung geklemmt. So geht in den seltensten Fällen Wohnraum verloren.


V

Vollwärmeschutz    
Als Vollwärmeschutz wird häufig ein sogenanntes Wärmedämmverbundsystem bezeichnet, das an der Außenwand aufgebracht wird und im Wesentlichen aus einer verputzten Wärmedämmschicht besteht. Grundsätzlich wäre es von Vorteil, bei Dämmmaßnahmen alle Bauteile zu betrachten und somit das Ganze vollständig zu dämmen.


W

Wärmebedarf
Als Wärmebedarf wird die Heizwärme bezeichnet, die ein behagliches Wohnen auch bei tiefen Außentemperaturen ermöglicht. Der Wärmebedarf lässt sich rechnerisch ermitteln, wobei Lage, Größe und Bauweise des Hauses in die Berechnungen mit einfließen. Aus dem Wärmebedarf wird die erforderliche Nennleistung einer Heizungsanlage ermittelt. Der aktuelle Wärmebedarf ändert sich je nach Außentemperatur, Nutzung der Räume und Tageszeit. Die Regelung der Heizung sollte sich daher an den aktuellen Bedarf anpassen.

Wärmebrücke
Als Wärmebrücke bezeichnet man Stellen an der Fassade oder anderen Bauteilen, an denen Wärme fast ungehindert nach draußen gelangen kann. Gefährdete Stellen sind zum Beispiel Auflagerbereiche von Decken, auskragende Bauteile wie Balkone, Fenster- und Türstürze, Rollladenkästen oder betonierte Wandscheiben, wo auf Grund der Konstruktion oder der verwendeten Baustoffe mehr Wärme abfließt. An diesen Stellen muss besonders bzw. zusätzlich gedämmt werden. Die Gefahr einer Wärmebrücke besteht nicht nur darin, dass dort Energie verloren geht, sondern dass an diesen Stellen sich Feuchte konzentrieren oder sogar Tauwasser bilden kann. Diese Bereiche sind vor allem durch Schimmelpilzbildung gefährdet. Da Wärmebrücken sich auf der Rauminnenseite kalt anfühlen, werden sie häufig auch als Kältebrücken bezeichnet.

Wärmedämmstoffe  
Als Wärmedämmstoffe werden Baustoffe mit einer niedrigen Wärmeleitfähigkeit bezeichnet. Häufig verwendete Wärmedämmstoffe sind zum Beispiel Mineralwolle, Hartschäume oder Holzfaserprodukte. Aber auch Schaumglas, Schafwolle, Hanfwolle, Blähton oder Perlite werden zur Wärmedämmung verwendet. Die Auswahl eines Wärmedämmstoffs hängt vor allem von seinem Anwendungsgebiet und damit von seinen Produkteigenschaften ab. Dazu zählen wärme- und schalldämmende Eigenschaften, Brandverhalten, Druckfestigkeit, Diffusionsverhalten oder Wasseraufnahmefähigkeit.

Wärmedämmverbundsystem
Ein Wärmedämmverbundsystem (WDVS) ist ein kombiniertes Klebe-, Montage- und Beschichtungssystem. Vereinfacht ausgedrückt handelt es sich um ein Dämmsystem, bei dem Dämmung, Befestigungsmaterialien und Putz perfekt aufeinander abgestimmt sind. Zunächst wird die Wärmedämmung an der Fassade befestigt. Die Dämmstoffe werden entweder geklebt, gedübelt oder in Haltesystemen eingebracht. Anschließend wird die Dämmung mit einer Beschichtung versehen. Diese besteht zunächst einmal aus dem Unterputz bzw. der Armierungsschicht und dann aus der Schlussbeschichtung in Form eines Oberputzes.

Wärmedurchgangskoeffizient
Der Wärmedurchgangskoeffizient, auch als U-Wert (früher k-Wert) bezeichnet, bezieht sich auf ganze Bauteile und gibt den Wärmestrom an, der bei einer gleich bleibenden Temperaturdifferenz von 1 Kelvin zwischen beidseitig angrenzender Luft durch 1 m² eines Bauteils fließt (Einheit: W/m²K). Die Energieeinsparverordnung (EnEV) legt in ihren Tabellen die zulässigen Höchstwerte für den Wärmedurchgangskoeffizienten bei Änderungen an bestehenden Gebäuden fest, und zwar bei erstmaligem Einbau, Ersatz sowie bei der Erneuerung von Bauteilen. Je kleiner der U-Wert eines Bauteils ist, desto besser ist seine wärmedämmende Eigenschaft.

Wärmedurchlasswiderstand
Um den U-Wert eines Bauteils zu berechnen, wird u.a. der Wärmedurchlasswiderstand benötigt. Dieser bezeichnet den Widerstand einer Schicht gegen das Durchlassen von Wärme. Für ein Baumaterial ergibt er sich durch das Dividieren der Schichtdicke durch die stoffbezogene Wärmeleitfähigkeit. Die Wärmedämmung eines Bauteils (bei dem die Wärmedurchlasswiderstände hintereinanderliegender Schichten addiert werden) ist umso besser, je höher der Wärmedurchlasswiderstand ist.

Wärmeleitfähigkeit 
Die Wärmeleitfähigkeit ist eine Stoffkenngröße und gibt an, wie gut ein Material Wärme übertragen kann. Sie ist damit ein wichtiges Kriterium für die Qualität von Materialien wie Dämmstoffen. In Deutschland ist für Dämmstoffe der Bemessungswert der Wärmeleitfähigkeit maßgebend. Je kleiner der Wert, desto besser die Dämmwirkung.

Wärmeschutz
Alle Maßnahmen, die das Haus vor Wärme (im Sommer) bzw. Kälte (im Winter) schützen, werden unter Wärmeschutz zusammengefasst. Wird dieser richtig geplant und ausgeführt, ist er der einfachste und wirksamste Weg zur Energieeinsparung. Richtig ausgeführt bedeutet Wärmeschutz, dass zum Beispiel hygienische Wohnverhältnisse geschaffen und ein gesundes, behagliches Innenraumklima erzielt werden.

Wärmeübergangswiderstand
Wärmeübergangswiderstände definieren den Widerstand des Wärmeübergangs an der inneren und äußeren Bauteiloberfläche. Sie beschreiben den Wärmeübergang von der Raumluft in Bauteil und von Bauteil an die Außenluft und bilden einen Teil der Berechnung des Wärmedurchgangs durch ein Bauteil. Je höher der Wärmeübergangswiderstand, umso kleiner ist die übertragene Wärmemenge.

Wärmeverluste    
Als Wärmeverluste bei einem Gebäude wird die Energie bezeichnet, die durch die Gebäudehülle verloren geht. Sie wird auch als Transmissionswärmeverlust bezeichnet. Durch eine sehr gut gedämmte Gebäudehülle können diese Wärmeverluste minimiert werden (Passivhausprinzip). Weitere Wärmeverluste entstehen durch das Lüften und durch Abgase der Heizung, und zwar zu einem Anteil von etwa 20 bis 40 Prozent. Lüften ist jedoch unvermeidlich, da nur so die angefallene Feuchtigkeit aus dem Haus geführt werden kann. Durch den Einbau einer kontrollierten Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung kann diese Art von Wärmeverlust um bis zu 80 Prozent gesenkt werden.

Wasserdampfdiffusion
Draußen und drinnen herrschen normalerweise unterschiedliche Temperaturen, was einen unterschiedlichen Wasserdampfdruck zur Folge hat. Der Dampfdruck möchte sich jedoch zwischen innen (hoher Druck) und außen (niedriger Druck) ausgleichen. Deshalb fängt der Wasserdampf an, wenn man es ihm erlaubt, zu wandern. Und zwar bevorzugt von der warmen, feuchten Seite (dem Rauminneren) zur kalten, trockenen Seite (der Außenluft). Die feuchte Luft kühlt sich dabei ab und kondensiert. Es entsteht Tauwasser. Passiert das innerhalb der Konstruktion, wird diese feucht und Schäden wie Schimmel sind vorhersehbar. In der Praxis wird daher versucht, die Wasserdampfdiffusion zu unterbinden (Dampfsperre) oder wenigstens abzumildern (Dampfbremse). Die Dampfbremse/Dampfsperre wird dabei immer auf der wärmeren und feuchteren Seite eingebaut.

Wasserdampfdiffusionsäquivalente Luftschichtdicke   
Die wasserdampfdiffusionsäquivalente Luftschichtdicke gibt den Widerstand an, den eine Bauteilschicht der Wasserdampfdiffusion entgegenzusetzen hat. Die wasserdampfdiffusionsäquivalente Luftschichtdicke wird kurz auch als Sd-Wert bezeichnet und hat eine Maßeinheit in Metern. Sie berechnet sich aus dem Mü-Wert und der Dicke des Stoffes. Eine Dampfbremse hat zum Beispiel eine sd-Wert zwischen 2 und 50 Metern. Alles, was darüber liegt, wird bereits den Dampfsperren zugeordnet. Ein sd-Wert kleiner als 0,5 Meter bedeutet, dass die Bauteilschicht diffusionsoffen ist. Je höher der Wert, desto weniger Wasserdampf kann durch die Folie diffundieren. Ein sd-Wert von 1500 Metern bedeutet auch, dass Wasserdampf genauso lange durch eine 1500 Meter dicke, ruhende Luftschicht bräuchte, wie durch eine Folie mit entsprechendem sd-Wert. Jedes Material hat einen Widerstand gegen Wasserdampfdiffusion. Es gilt, die Materialien richtig von innen nach außen anzuordnen.

Wasserdampfdiffusionswiderstand 
Mit dem Wasserdampfdiffusionswiderstand wird das Maß des Widerstandes eines Stoffes gegenüber dem Wasserdampfdurchgang bezeichnet. Als Wasserdampfdiffusionswiderstandzahl wird sie mit dem Symbol µ bezeichnet. Je größer diese Zahl, desto weniger Wasserdampf gelangt durch den entsprechenden Stoff. Dampfsperren besitzen einen hohen Wasserdampfdiffusionswiderstand, sie gelten als in dieser Hinsicht besonders dicht.

Wohnraumlüftung
Mit der kontrollierten Wohnraumlüftung wird der Wohnung kontinuierlich Frischluft zugeführt und Feuchtigkeit abgeführt, ohne dass dazu das Fenster geöffnet werden muss. Kombiniert man die Lüftung mit einem Wärmetauscher, wird gleichzeitig der Energieverlust über die notwendige Lüftung wirkungsvoll reduziert. Lüftungsanlagen können zentral oder dezentral ausgeführt werden. Bei Lüftungsanlagen werden in Wohn-, Kinder- und Schlafzimmern frische Luft zugeführt und in Küche, Bad und WC verbrauchte Luft abgesaugt. Somit wird immer eine sehr gute Luftqualität hergestellt.


Z

zweischaliges Mauerwerk  
Das zweischalige Mauerwerk ist eine Außenwandkonstruktion, die vor allem in Norddeutschland anzutreffen ist. Es ermöglicht die Kerndämmung als Variante der Außenwanddämmung. Die Dämmung wird dabei im Hohlraum zwischen dem Hinter- und Vordermauerwerk verlegt. Das Vordermauerwerk bietet den Schlagregenschutz sowie die architektonische Gestaltung, das Hintermauerwerk übernimmt die statisch tragende Funktion. Die im Zwischenraum befindliche Wärmedämmung kann aus Platten oder Einblasdämmung bestehen und muss dauerhaft hydrophobierend, also wasserabweisend sein. Mineralwolle hat sich hier in der Praxis seit Jahren als optimales Material bewährt.

 Zwischensparrendämmung 
Die Zwischensparrendämmung ist eine Variante der Steildachdämmung. Die Dämmung wird vollflächig zwischen den Dachsparren verlegt. Die Dämmung erfolgt zum Beispiel mit Mineralwolle. Speziell für die Zwischensparrendämmung werden Klemmfilze oder Dämmplatten angeboten, die ohne zusätzliche Befestigung eingebracht werden können. Eine Zwischensparrendämmung kann ganz einfach von innen vorgenommen werden, ohne dass dafür das Dach abgedeckt werden muss. Diese Art der Dachdämmung ist daher bei Selbermachern und bei der Sanierung sehr beliebt. Wenn die Sparrentiefe für die benötigte Dämmstoffdicke nicht ausreicht, kann der Sparren entweder aufgedoppelt oder zusätzlich eine Untersparrendämmung aufgebracht werden. Letztere mindert gleichzeitig Wärmebrücken im Bereich der Dachsparren.