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Dämmung der Innenwände mit Mineralwolle

Dämmung der Innenwände – so geht‘s

Klimaregulierende, atmungsaktive und wärmedämmende Maßnahmen erzeugen in Ihren eigenen vier Wänden ein spürbares Wohlfühlklima. Dazu gehört auch die entsprechende Dämmung der Innenwände, z.B. mit Mineralwolle.

Mineralwolle ist bei Fachleuten wie auch Heimwerkern ein beliebter Baustoff zur Dämmung von Gebäuden. Denn sie

  • bietet optimalen Wärmeschutz im Winter wie im Sommer,
  • minimiert störenden, gesundheitsschädlichen Lärm
  • und leistet als nichtbrennbarer Dämmstoff Brandschutz auf höchstem Niveau.

Die Innenseite der Außenwand

Als Innenwand wird der innere Bereich einer Außenwand bezeichnet. Im Normalfall werden Außenwände von außen gedämmt, etwa mit einem Wärmedämmverbundsystem (WDVS), einer Kerndämmung oder einer hinterlüfteten Fassade. Manchmal ist dies aber nicht sinnvoll, z.B. bei einem Fachwerkhaus oder einem Stuckaltbau, wo das Fachwerk bzw. der Stuck sichtbar bleiben und nicht hinter der Dämmung verschwinden soll. Dann ist die Innendämmung die einzig verbleibende Alternative.

Bitte beachten Sie, bei der Dämmung der Innenwände raumseitig eine Dampfdiffusionssperre zu installieren, da der Taupunkt in der kalten Außenwand liegt. Ansonsten sind Kondensat und anschließende Schimmelbildung auf der Innenwand vorprogrammiert. Daher ist auf der Innenseite der Außenwand eine Dampfsperre in Form einer diffusionsdichten Folie durchgängig und ohne Schäden anzubringen.


Tipp: Bei der Fixierung des Dämmmaterials an der Wand können auch als Kleber verwendete Leichtmörtel zur Anwendung kommen. Darauf kommt dann die Dämmung aus Mineralwolle, die wiederum mit einer Dampfsperre versehen und gemäß den Wünschen für den jeweiligen Innenraum verkleidet wird.


Klassische Innenwanddämmung

Wenn die Innenwand im Kern des Gebäudes liegt, also keine Außenwand verkleidet, handelt es sich in den meisten Fällen um selbsttragende Ständerwandkonstruktionen, deren Skelett aus Holz- oder Aluminiumträgern besteht. Hier erfüllt eine Dämmung in der Regel keinen Wärmeschutz-, sondern vornehmlich eine Schall- und Brandschutzfunktion. Aufgrund der gleichen Temperatur auf beiden Wandseiten entfällt damit die Notwendigkeit einer Dampfsperre.

Das empfiehlt der Experte

Uwe Orlamünde ist ausgebildeter Tischler und Geschäftsführer der 2005 gegründeten Baufirma Unibau-Mitte (www.unibaumitte.de). Er realisiert vielfältige Bauaufgaben, einschließlich die Dämmung von Wohngebäuden. Sein Ratschlag lautet:

Eine Innenwanddämmung empfehle ich nur für Trockenbausysteme, die ohne große statische Anforderungen gestellt werden können. Solch eine Innenwand von durchschnittlich 10 cm Stärke erhält eine 6 cm starke Innendämmung aus Mineralwolle, die dann einen ausreichenden Schallschutz gewährleistet. Eine Doppelbeplankung, z.B. mit Gipskartonplatten, kann den Lärmschutz noch weiter verbessern.

Einbaufreundliche Systemgrößen

Bei der Dämmung von Innenwänden kann es aus Schallschutzgründen sinnvoll sein, den Raum zwischen dem Ständerwerk voll mit Dämmmaterial auszufüllen.

Einbaufreundlich: Die Mineralwollhersteller climowool, Rockwool Deutschland, Knauf Insulation, Saint-Gobain Isover und Ursa Deutschland bieten ihre Produkte entsprechend den üblichen Systemgrößen an. Dank ihrer vorgefertigten Breite und Stärke können Sie die Dämmung dann schnell und einfach, etwa in einer Gipskartonständerwand mit Stahl-Profilen, verbauen.


Tipp: Wie bei allen Dämmmaßnahmen muss auch hier die Steinwolle oder Glaswolle fugenfrei verlegt werden.


Schallentkopplung von Innenwänden

Um einen optimalen Schallschutz zu erreichen, sollten alle gedämmten Innenwände zu den umliegenden Decken und Wänden entkoppelt sein. Das verhindert, dass der Schall über die Wände übertragen wird. Eine Entkopplung erfolgt über zusätzliche Puffer, z.B. unterlegte Trennwandstreifen, an den Profilen. Außerdem sollte die Beplankung der Ständerwand nicht direkt mit anderen Wand-Deckenflächen anstoßen.

Wohnungstrennende Innenwände in mehrgeschossigen Häusern

In Mehrfamilienhäusern spielt neben dem Wärme- und Schallschutz insbesondere der Brandschutz die entscheidende Rolle bei der Dämmung der Innenwände. Der Baufachmann Uwe Orlamünde setzt auch in diesen Fällen auf die universellen Eigenschaften des Dämmstoffs Mineralwolle:

Der Bereich, der als Brandschutztrennwand zum Nachbarn ausgebildet ist, sollte in Bezug auf die DIN-Normen besonders beachtet werden. Jedoch kann eine solche Brandschutzwand auch mitunter von einer Aufgabenteilung profitieren: Der Stein erfüllt die Brandschutznorm und die mindestens 10 cm starke mineralische Dämmung auf der Innenseite, verkleidet mit einer Lage Gipskarton, darüber hinaus den Wärme- und Schallschutz.

Fazit

Dank ihrer einzigartigen Kombination an positiven Eigenschaften gelingt es bei der Dämmung von Innenwänden mit Mineralwolle, den jeweiligen spezifischen Anforderungen an den Wärme-, Schall- und Brandschutz vollauf gerecht zu werden.

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Bei der Dämmung von Zwischen- bzw. Trennwänden wird die Mineralwolle (Glas- oder Steinwolle) zwischen den Ständern angebracht.

Bei der Dämmung von Zwischen- bzw. Trennwänden wird die Mineralwolle (Glas- oder Steinwolle) zwischen den Ständern angebracht.

 

Mineralwolle Platten

Mineralwolle (Glaswolle oder Steinwolle) eignet sich optimal zur Dämmung von Innenwänden.

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