Mineralwolle gehört zu den etablierten Dämmstoffen für Gebäude. Sie wird hauptsächlich aus mineralischen Rohstoffen und Recyclingmaterialien hergestellt und zu feinen Fasern verarbeitet. Daraus entstehen unterschiedliche Produkte für den Wärme- und Schallschutz sowie für den vorbeugenden baulichen Brandschutz.
Grundsätzlich wird zwischen Glaswolle und Steinwolle unterschieden. Beide Dämmstoffe gehören zur Mineralwolle, unterscheiden sich jedoch in ihren Ausgangsstoffen, Herstellungsverfahren und teilweise in ihren Produkteigenschaften und Anwendungsgebieten.
Der grundlegende Herstellungsprozess von Mineralwolle ist vergleichbar: Die Ausgangsstoffe werden dosiert und gemischt, bei hohen Temperaturen geschmolzen, zu Fasern verarbeitet, mit einem Bindemittel versehen und ausgehärtet. Anschließend wird die Mineralwolle zugeschnitten und je nach Einsatzbereich weiterverarbeitet.
Wie die einzelnen Schritte ablaufen und worin sich die Herstellung von Glaswolle und Steinwolle unterscheidet, erfahren Sie im Folgenden.
Der Begriff Mineralwolle bezeichnet vor allem die beiden Dämmstoffe Glaswolle und Steinwolle. Ihre faserige Struktur entsteht, indem die jeweiligen Ausgangsstoffe zunächst geschmolzen und die Schmelze anschließend zu feinen Fasern verarbeitet wird.
Der wesentliche Unterschied zwischen Steinwolle und Glaswolle liegt in der Zusammensetzung ihrer Ausgangsstoffe und in den Zerfaserungsverfahren.
Für die Herstellung von Mineralwolle kommen hauptsächlich mineralische Rohstoffe sowie Recycling- und Sekundärmaterialien zum Einsatz.
Auch Abschnitte und Produktionsreste können wieder in den Herstellungsprozess zurückgeführt werden.
Die Herstellung von Mineralwolle erfolgt in mehreren aufeinander abgestimmten Arbeitsschritten. Trotz der Unterschiede zwischen Glaswolle und Steinwolle lässt sich der grundlegende Produktionsprozess in fünf Phasen zusammenfassen:
Im ersten Arbeitsschritt werden die für das jeweilige Produkt benötigten Ausgangsstoffe dosiert und miteinander vermischt. Dabei können neben mineralischen Rohstoffen auch Recycling- und Sekundärmaterialien sowie geeignete Schnittreste aus der Produktion eingesetzt werden.
Die genaue Zusammensetzung hängt davon ab, ob Glaswolle oder Steinwolle hergestellt wird.
Anschließend wird das Rohstoffgemisch bei hohen Temperaturen geschmolzen. Je nach Ausgangsstoffen und Herstellungsverfahren liegen die Temperaturen bei etwa 1.400 bis 1.500 Grad Celsius.
Dabei entsteht eine Schmelze, die im nächsten Produktionsschritt zu feinen Fasern verarbeitet wird.
Die Schmelze wird anschließend zerfasert. Dabei entstehen die charakteristischen feinen Fasern, die die Grundlage von Glaswolle beziehungsweise Steinwolle bilden.
Je nach Mineralwolle und Produkt kommen unterschiedliche Zerfaserungsverfahren zum Einsatz. Dazu zählen beispielsweise das Zieh-Blas-, das Schleuder- und das Düsenblasverfahren.
Nach der Faserbildung werden geringe Mengen eines wasserlöslichen Bindemittels auf die Fasern aufgebracht. Dieses sorgt nach der Aushärtung dafür, dass die Fasern zusammenhalten und das spätere Mineralwolle-Produkt die erforderliche Form und Stabilität behält.
Nach der Faserbildung wird das Material zu einem Vlies geformt und im Härteofen weiterverarbeitet. Bei Temperaturen von etwa 200 Grad Celsius härtet das Bindemittel aus.
Dichte und Dicke können dabei auf die Anforderungen des späteren Produkts abgestimmt werden.
Nach dem Aushärten wird die Mineralwolle auf die benötigten Abmessungen zugeschnitten und weiterverarbeitet.
Je nach Einsatzbereich entstehen unterschiedliche Produktformen. Dazu gehören beispielsweise:
Anschließend werden die fertigen Produkte kontrolliert, verpackt und für den Transport vorbereitet.
Der grundlegende Herstellungsprozess von Glaswolle und Steinwolle ist ähnlich. Unterschiede bestehen vor allem bei den eingesetzten Ausgangsstoffen, dem Schmelzverfahren und der Zerfaserung.
Glaswolle wird aus einer Glasschmelze hergestellt, aus der anschließend die feinen Fasern erzeugt werden.
→ Weitere Informationen zur Herstellung von Glaswolle
Bei Steinwolle wird eine Gesteinsschmelze erzeugt und anschließend zu Fasern verarbeitet.
→ Weitere Informationen zur Herstellung von Steinwolle
Hinweis zur Texterstellung:
Als fachliche Grundlage dienten die Umwelt-Produktdeklarationen des FMI für Mineralwolle-Dämmstoffe im niedrigen, mittleren und hohen Rohdichtebereich. Herausgegeben wurden sie vom Institut Bauen und Umwelt e.V. (IBU) nach ISO 14025 und EN 15804+A2. Weitere Informationen finden Sie hier.