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Vielleicht das beste neue Gebäude der Welt: Die Bremer Landesbank


 

  • Das Royal Institute of British Architects (RIBA) hat die Zentrale der ehemaligen Bremer Landesbank (BLB) für seinen internationalen Preis für das beste neue Gebäude nominiert.
  • Die ungewöhnliche Fassade setzt sich aus 64 verschiedenen Steinformen zusammen und wurde mit Mineralwolle gedämmt.

 


07. März 2018 – Pompöse Wolkenkratzer aus Stahl und Glas. So kennen wir die Bankenzentralen aus Manhattan in New York oder „Mainhattan“ in Frankfurt. Einen bewusst anderen Weg ging die Bremer Landesbank (BLB) bei ihrer Zentrale, die Ende 2017 von der Norddeutschen Landesbank übernommen wurde. Das Gebäude liegt im historischen Kern der Stadt, in Blickweite der beliebten Bremer Stadtmusikanten und übt sich in der hanseatischen Tradition der Zurückhaltung. Keine „Lady-Gaga-Architektur“ also. Sondern ein schlichtes und wertvolles Gebäude, dessen Raffinesse sich in der aufwendigen Fassade verbirgt.

64 verschiedene Steinformen in Harmonie mit ihrer Umgebung

Eine besondere Herausforderung war der Bau der BLB. Das Gebäude steht nämlich auf den historischen Fundamenten der ehemaligen Deutschen Nationalbank von 1896 mit ihrer denkmalgeschützten Fassade. „Wir hatten eine Vielzahl von unterschiedlichen Fassadenkonstruktionen technisch zu lösen und harmonisch zu vereinen“ erklärt Martina Walpi. Die 55-jährige Architektin hat gemeinsam mit ihrem Partner Petar Reich die Fassadenarbeiten des Gebäudes in Bezug auf Leitdetailplanung, Ausschreibung und Vergabe betreut. 64 verschiedene Steinformen charakterisieren die Fassade, wobei dunkelbraune Backsteine dominieren – ganz im Einklang mit dem benachbarten mittelalterlichen Rathaus und dem St. Petri Dom.

Hinter der aufwendig aufgemauerten Steinfassade liegt eine Schicht aus Mineralwolle. Die Mineralwolldämmung ist je nach Stelle 140 bis 220 Millimeter dick und sorgt für die Wärmedämmung der Bank. „Für die Dämmung von Fassaden arbeiten wir ausschließlich mit Mineralwolle, da sie den hohen Standards an den Brandschutz entspricht“, so Martina Walpi. Sie hat sich auf Fassadentechnik spezialisiert und leitet gemeinsam mit ihrem Partner Petar Reich seit 30 Jahren das Fachingenieurbüro a.t.f – architektur technik fassade in Frankfurt am Main.

Nominiert als bestes Bauwerk der Welt 2018

Entstanden ist das 50-Millionen-Euro-Bauwerk nach den Plänen des britischen Architekturbüros Caruso St. John. Die von den Londoner Architekten gewählte zurückhaltende und im Detail dennoch aufwendige Erscheinung des Gebäudes erregt über die Grenzen der Hansestadt Bremen hinaus Aufmerksamkeit. Es gehörte zu den vier Finalisten des Architekturpreises 2018 des Deutschen Architekturmuseums. Und das Royal Institute of British Architects (RIBA) nominierte die BLB für seinen internationalen Preis für das beste neue Bauwerk 2018. Und so könnte die BLB noch in diesem Jahr zum besten Gebäude der Welt gekürt werden.

 

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Die Zentrale der BLB übt sich in hanseatischer Zurückhaltung. Doch die ungewöhnliche Fassade, die aus 64 verschiedenen Steinformen besteht, erregt international Aufmerksamkeit. Foto_Jürgen Howaldt_CC-BY-SA-4.0

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Hinter der aufwendigen Fassade liegt eine Schicht aus Mineralwolle, die für den nötigen Brandschutz sorgt. Foto: Architekten Caruso St. John

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