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Das Haus der Astronomie: Ans Ende des Universums und zurück


  • Das Haus der Astronomie in Heidelberg trägt die Faszination der Astronomie in die breite Öffentlichkeit.
  • Auch architektonisch ist das Haus eine Begegnungsstätte mit dem Universum.
  • Erdwärme und eine Mineralwolledämmung sind Teil des äußerst nachhaltigen Energiekonzeptes.

24. Januar 2018 – Am 31. Januar ist es wieder soweit. Die Erde schiebt sich zwischen den Mond und die Sonne und erzeugt eine Mondfinsternis. Mit besonderem Interesse wird Axel Quetz dieses Phänomen verfolgen. Er arbeitet am Haus der Astronomie in Heidelberg daran, die Faszination der Astronomie in die breite Öffentlichkeit zu tragen. „Das Haus ist das jüngste Resultat von jahrzehntelangen Bemühungen Heidelberger Astronomen, aus dem Elfenbeinturm der Wissenschaft eine Brücke in die Öffentlichkeit zu schlagen“, erklärt der 61-jährige Diplom-Physiker. So haben sich das Max-Planck-Institut für Astronomie und die Heidelberger Klaus Tschira Stiftung dafür entschieden, eine einzigartige Begegnungsstätte mit dem Universum zu realisieren.

Eine in Form gegossene Galaxie

Das Ergebnis ist ein dynamischer Bau in Form einer Spiralgalaxie. Im Zentrum befindet sich ein Planetarium, das gleichzeitig ein multifunktionaler Hörsaal ist. Hier werden die Besucher auf eine virtuelle Reise durch das Universum mitgenommen. Sie führt von der Erde, durch die Galaxis bis zum Rande des Universums und wieder zurück. „Schulklassen, Studenten, Rentner – unsere Besuchergruppen sind fasziniert von dieser Reise“, betont Axel Quetz. Als Redakteur der Zeitschrift „Sterne und Weltraum“ teilt er seine Leidenschaft bereits seit über 30 Jahren.

Mit seinem nachhaltigen und emissionsfreien Energiekonzept sticht das Haus der Astronomie ebenso hervor wie mit seiner eindrucksvollen Form. Es benutzt die Erdwärme als Energiequelle. Bis zu 170 Meter in die Tiefe geführte Rohre heizen bzw. kühlen das Haus. Außerdem ist die gesamte Gebäudehülle thermisch eingepackt. Eine 160 Millimeter dicke Dämmschicht aus Mineralwolle schützt es vor Temperaturverlusten. Für dieses Energiekonzept wurden die Architekten des Hauses der Astronomie, Bernhardt + Partner, national wie international preisgekrönt, zum Beispiel mit dem European Energy Efficiency Award 2014.

Per Anhalter durch die Galaxis mit Harald Lesch

Prominenten Besuch gab es für Axel Quetz und seine Kollegen Ende 2017 vom wohl bekanntesten Naturwissenschaftler Deutschlands, Harald Lesch. Der Astro-Physiker und TV-Moderator hielt im Planetarium des Hauses der Astronomie eine Vorlesung im Rahmen der Lehrerfortbildung „Per Anhalter durch die Galaxis“. Die Aufzeichnung der Vorlesung erfreut sich großer Beliebtheit auf dem YouTube-Kanal des Hauses. So schlägt das Haus der Astronomie auch eine digitale Brücke aus der Wissenschaft in die Öffentlichkeit hinein.

 

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Bild1
Die Architekten haben sich beim Entwurf des Hauses der Astronomie an einer Spiralgalaxie orientiert. (Foto: Swen Carlin)

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Im Zentrum befindet sich ein Planetarium, das gleichzeitig ein multifunktionaler Hörsaal ist. Hier werden die Besucher auf eine virtuelle Reise durch das Universum mitgenommen. (Foto: Swen Carlin)

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Die gesamte Gebäudehülle des Hauses der Astronomie ist thermisch eingepackt. Eine 160 Millimeter dicke Dämmschicht aus Mineralwolle schützt es vor Temperaturverlusten. (Foto: Architekten Bernhardt + Partner)

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