Energie sparen | Heizkosten reduzieren | Haus dämmen | Der Dämmstoff | Foto von Alexander Stein auf Pixabay

Mit diesen 5 einfachen Maßnahmen lässt sich richtig Energie sparen!

Viele Eigentümerinnen und Eigentümer scheuen derzeit große Sanierungsmaßnahmen und die damit verbundenen Kosten, den Arbeitsaufwand und das Chaos einer Baustelle. Was viele nicht im Kopf haben: Es muss nicht immer gleich eine komplette Sanierung sein. Schon wenige Selbstbau-Maßnahmen helfen, richtig viel Energie zu sparen und sowohl das Portemonnaie als auch das Klima zu schonen. Hier sind unsere Top 5 der lohnenswertesten Maßnahmen, mit denen Sie mit wenig Geld viel Heizkosten sparen.

1. Dachboden dämmen

Unsere Nummer 1 der Selbstbau-Maßnahmen ist und bleibt die Dachbodendämmung, also die Dämmung der obersten Geschossdecke. Diese lässt sich kostengünstig und schnell selbst durchführen, erzielt dabei sehr hohe Energieeinspareffekte und erhöht zugleich den Wohnkomfort. Geeignet ist die Dämmung der obersten Geschossdecke, wenn der Dachraum nicht bewohnt und beheizt werden soll.

Viele Altbauten aus den Jahren nach 1950 haben durchgängige Betondecken. Hier haben Sie besonders leichtes Spiel und können die Dämmplatten oder -bahnen aus Mineralwolle, sprich Glaswolle oder Steinwolle, einfach auslegen. Dabei können Sie mit Mineralwolle kaum etwas falsch machen, denn dieser Dämmstoff passt sich perfekt auch leicht unebenen Untergründen an, verfilzt an dichten Stößen optimal und bildet so eine lückenlose Dämmschicht. Lediglich bei Durchbrüchen durch die Betondecke, wie bei Kaminen, müssen Sie die Fugen vorab luftdicht verschließen.

Hat Ihr Haus eine Holzbalkendecke, lässt sich auch hier die Mineralwolle schnell auf dem Dachboden oder in die Balkenzwischenräume verlegen. Bevor Sie dämmen, vergessen Sie nicht, OSB-Platten oder eine dampfbremsende Folie auf dem Boden auszulegen und alle Anschlüsse luftdicht zu verkleben, zum Beispiel mit einem Klebeband.

Für die Dämmung der obersten Geschossfläche eines üblichen Einfamilienhauses brauchen Sie, je nach Übung und Beschaffenheit des Dachbodens, einen halben bis einen Tag. Die Geschossdeckendämmung ist mit Materialkosten von 25 bis 35 Euro/m² sehr günstig. Wegen der niedrigen Kosten und des sehr hohen Einspareffektes amortisiert sich die Geschossdeckendämmung meist innerhalb von nur zwei Jahren.

2. Leitungen dämmen

Das A und O für eine effizient laufende Heizung sind gedämmte Heizungs- und Wasserrohre. Nur wenn keine Wärmeenergie auf dem Weg von der Heizung zum Warmwasserspeicher und zu den Heizkörpern in unbeheizten Räumen verloren geht, kann die Heizung auch mit niedrigeren Vorlauftemperaturen Räume ausreichend erwärmen. Die Dämmung der Heizrohre kostet pro Meter nur ca. 4 bis 5 Euro und spart laut Verbraucherzentrale auf den gleichen Meter rund 15 Euro der Heizkosten. Die Maßnahme ist also sehr effizient und rentiert sich schnell. Die Rohrdämmung ist außerdem auch für Ungeübte gut zu schaffen. Wer aber sinnvollerweise nicht nur die Rohre im Heizungsraum, sondern im ganzen Keller dämmt, braucht etwas mehr Zeit. Aber auch hier hat Mineralwolle entscheidende Vorteile:

Für jede übliche Rohrdicke bieten die Hersteller passende Rohrschalen aus Mineralwolle mit schützender Alufolierung. Die so kaschierten Schalen lassen sich passgenau mit dem Cutter zuschneiden und flexibel um die Rohre legen. Sie ermöglichen auch hier Stöße, die luftdicht verfilzen und sich über die Folierung einfach und fachgerecht abdichten lassen.

Außerdem bietet eine Rohrdämmung mit Mineralwolle einen guten Schallschutz gegen Geräusche, die ansonsten über ungedämmte Leitungen von Raum zu Raum wandern können.

3. Heizung optimieren

Wenn Sie die Rohre dämmen, sollten Sie auch gleich den nächsten Schritt bei der Optimierung des Heizungssystems machen: Entlüften Sie regelmäßig alle Heizkörper, mindestens aber vor jeder Heizperiode. Ob zur Miete oder im Eigentum, ein kleiner Entlüftungsschlüssel gehört in jeden Haushalt und kostet maximal zwei Euro. Wenn Luft in die Leitungen eines konventionellen Heizsystems gelangt, dann steigt sie nach oben in die obersten Heizkörper und verhindert, dass das Heizwasser den Heizkörper gleichmäßig erwärmt. In der Folge bleibt der Heizkörper und damit der Raum kalt. Richtig entlüften dauert nur wenige Sekunden. Darüber hinaus sollten Sie die Raumtemperatur überprüfen. Ein Grad weniger Raumwärme spart hier rund 6 Prozent Heizenergie.

4. Fenster abdichten

Undichte Fenster können große Energieverluste erzeugen. Wenn zum Beispiel die Rahmen alter Holzfenster sich verziehen, entstehen kleine Risse und Fugen im Rahmen. Machen Sie den Kerzentest: Führen Sie eine Kerze innenseitig am Rahmen entlang. Wo die Flamme flackert, zieht Luft durch den Rahmen. Dieses Problem lässt sich schnell mit einem Fugendichtband aus dem Baumarkt beheben, das Sie ins Profil von Fensterrahmen oder Fensterflügel kleben. Ein Fensterdichtband kostet etwa einen Euro pro laufenden Meter. Diese einfache Sofort-Maßnahme reduziert die Energieverluste und erhöht die Wohnqualität und das Wohlbefinden spürbar.

Um eine zu hohe Luftfeuchtigkeit im Raum, aber auch Wärmeverluste durch Zugluft bei dauerhaft abgekippten Fenstern zu vermeiden, ist ein richtiges Lüftungsverhalten entscheidend. Lüften Sie daher regelmäßig kurz, maximal fünf bis zehn Minuten, per Stoß- oder Querlüftung. Das spart Energie und Kosten.

5. Wasserverbrauch senken

Wasser sparen ist nicht nur im Sommer eine gute Idee. Wer im Winter Wasser spart, wird auch einen großen Teil der Energie für Warmwasser reduzieren. Und das geht ganz einfach mit Wasserspararmaturen oder Sparventilen, sogenannte Durchflussmengenregler, die sich an der Armatur befestigen lassen. Sie halbieren den Wasserverbrauch und damit entsprechend den Energieaufwand für Warmwasser. Achten Sie auch auf die Waschmaschine: Wer diese lieber bei 30 statt 60 Grad laufen lässt, spart ebenfalls ein Drittel der dafür bisher benötigten Energie. 

Mit diesen einfachen, erschwinglichen Top 5 Maßnahmen kann wirklich jeder seine Nebenkosten deutlich senken und gleichzeitig etwas fürs Klima tun! Obendrein steigt der Wohnkomfort.

 

Headerbild: Alexander Stein auf Pixabay

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