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Das Freiburger Rathaus ist das erste öffentliche Netto-Plusenergiegebäude der Welt.

Das erste öffentliche Netto-Plusenergiegebäude der Welt: Das Freiburger Rathaus


  • Basierend auf einem Drei-Säulen-Konzept produzieren Plusenergiehäuser mehr Energie, als sie verbrauchen.
  • Plusenergiegebäude sind hochwärmegedämmt – U-Wert und Wärmeleitfähigkeit entscheiden über Effizienz der Dämmung.
  • Mineralwolle sorgt für eine bessere Akustik im Freiburger Rathaus.

Baden-Württemberger kennen sie als die grünste Stadt des Bundeslandes: Freiburg. Dabei bezieht sich „grün“ nicht unbedingt auf das Stadtbild, sondern vielmehr auf die Politik. Denn Freiburg ist ganz vorne dabei, was den Umweltschutz angeht. Neustes Beispiel dafür ist das Rathaus – ein moderner Neubau, der Standards setzt: Das erste öffentliche Netto-Plusenergiegebäude der Welt.

Doch was ist ein Plusenergiegebäude? Wie bereits der Name vermuten lässt, produzieren diese Gebäude mehr (erneuerbare) Energie, als sie verbrauchen. Den Überschuss speisen sie dann in das örtliche Stromnetz ein. Um dieses Ziel zu erreichen, beruht das Konzept der Plusenergiehäuser auf drei Säulen:

  • Die Energieeffizienz des Gebäudes optimieren,
  • den Energiebedarf der Nutzer so weit wie möglich senken
  • und erneuerbare Energien zur Deckung des restlichen Energiebedarfs verwenden.

Vor allem die erste Säule ist die Grundlage dieser Gebäude, denn Energie, die nicht an die Umgebung verloren geht, muss auch nicht ersetzt werden. Deshalb sind Plusenergiehäuser hochwärmegedämmt.

Dabei entscheiden der Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert) eines Bauteils und die Wärmeleitfähigkeit der verwendeten Baustoffe über die Effizienz der Dämmung. Mineralwolle beispielsweise ermöglicht mit Werten zwischen 0,032 und 0,043 W/(mK) niedrigste U-Werte der Bauteile und eignet sich deswegen besonders gut.

Mineralwolle schont die Ohren

Beim Freiburger Rathaus war vor allem eine andere Eigenschaft der Mineralwolle gefragt: Die des breitbandigen Schall-Absorbers. Im Bürgerservicezentrum, Konferenzräumen und dem Mitarbeiterrestaurant erzeugt der Dämmstoff eine angenehme Akustik. Mineralwolle sorgt dafür, dass die Schallwellen viel Energie verlieren und wandelt diese in Wärme um. Mineralwolle nimmt die Schallwellen sozusagen in sich auf. Dadurch hallt es nicht im Raum. Besonders für die betroffenen Räume mit der regelmäßig großen Anzahl an Menschen eine erhebliche Entlastung.

Das Plusenergiekonzept wird neben der Dämmung mit einem ausgefeilten Energiekonzept umgesetzt. Die Fassade wurde zu einem großen Teil mit Hilfe von Photovoltaikzellen gestaltet. Diese bilden zusammen mit thermischer Energiegewinnung über Saug- und Schluckbrunnen, Solarthermie und Erdwärme den Mix für die nötige Energiegewinnung.

Geplant hat das neue Rathaus das Architekturbüro ingenhoven aus Düsseldorf. Es ist Teil eines Verwaltungskomplexes, der zusätzlich eine Kindertagesstätte umfasst. Er soll in den kommenden Jahren um neue Verwaltungsgebäude erweitert werden.

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Das Freiburger Rathaus als Plusenergiegebäude hat ein ausgeklügeltes Licht- und Wärmekonzept.

Die Außenfassade des Freiburger Rathauses wurde unter anderem mit Hilfe von Photovoltaikzellen gestaltet.

Bild 1
Das Plusenergiegebäude hat ein ausgeklügeltes Licht- und Wärmekonzept.

Bild 2
Die Außenfassade des Rathauses wurde unter anderem mit Hilfe von Photovoltaikzellen gestaltet.

 

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