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Fassadendämmung Teil 4: Das sollten Sie über die Einblasdämmung wissen

Einblasdämmung – die schnellste Art der Fassadendämmung

Verfügt Ihre Immobilie über ein zweischaliges Mauerwerk, ist die sogenannte Einblasdämmung eine einfache, schnelle und kostengünstige Maßnahme zur Dämmung der Außenwand. Bei dieser speziellen Form der Kerndämmung oder auch Hohlraumdämmung wird das Dämmmaterial – z.B. aus Glas- oder Steinwolle (kurz: Mineralwolle) – per Luftdruck zwischen die zweischalige Mauerwerkskonstruktion geblasen.

Einzige Voraussetzung: Zwischen den beiden Wänden muss ein ausreichender Lufthohlraum von mindestens 4 cm bestehen. Die Einblasdämmung kommt also hauptsächlich als nachträgliche Maßnahme und dann zum Einsatz, wenn etwa übliche Dämmplatten aus Platzgründen nicht mehr auf oder hinter der Fassade verlegt werden können.


Gut zu wissen: Eine zweischalige Mauerwerkskonstruktion mit einem innenliegenden Hohlraum spart gegenüber einer einschaligen ungedämmten Wand schon bis zu 20 Prozent an Heizenergie ein. Wird diese Bauweise mit Hilfe einer Kerndämmung von mindestens 4 cm Stärke ertüchtigt, verbessert sich die Energiebilanz nochmals deutlich.

Besitzt Ihre Immobilie ein zweischaliges Mauerwerk und Sie wollen dieses mit einer anderen Methode, z.B. mittels eines Wärmedämmverbundsystems (WDVS) dämmen, dann ist es notwendig, vorher die dazwischenliegende, meist nach oben offene Luftschicht zu beseitigen. Auch dazu eignet sich die Einblasdämmung und verbessert gleichzeitig die Energieeinsparung weiter.


So funktioniert die Einblasdämmung

Die Einblasdämmung ist eine Aufgabe für den Profi. Hat dieser das ungefähre Volumen des zu füllenden Hohlraums ermittelt, werden an unterschiedlichen Stellen in der Fassade kleine Löcher gebohrt. Durch diese wird mit Hilfe von Schläuchen und Druckluft der Hohlraum zwischen den Mauerwerksschalen befüllt.

Die Vorteile einer solchen pneumatischen Verfüllung sind vor allem Sauberkeit, Schnelligkeit und eine äußerst geringe Baustelleneinrichtung. Außerdem lassen sich mit der Schlauchleitung auch schwer zugängliche Stellen am Gebäude erreichen. So baut sich schnell zwischen den Mauerschalen eine durchgehende Dämmschicht auf.

Hohl war gestern

Gedämmte Außenwände an nur einem Tag: Dank dem Einblasdämmverfahren können Sie ein reguläres Einfamilienhaus im Handumdrehen dämmen. Die aufwendige wie kostspielige Stellung eines Gerüsts entfällt meistens, da die Mineralwolle nur über einen Schlauch eingeblasen wird.

Die Einblasdämmung ist die technisch einfachste Form der nachträglichen Fassadendämmung, wobei die Optik Ihres Hauses in keiner Weise verändert wird. Sie eignet sich daher besonders bei denkmalgeschützten Klinkerfassaden.

Ist der Füllvorgang beendet, werden nur noch die vorher gebohrten Einblaslöcher mit Mörtel verschlossen – fertig ist die Dämmung.

Wärme inklusive Lärm- und Brandschutz tanken!

Mit einer Einblasdämmung aus Mineralwolle „tanken“ Sie den sommerlichen und winterlichen Wärmeschutz auf einmal auf.

Dies gelingt besonders gut mit Produkten aus Glas- und Steinwolle, da diese eine Reihe von Vorteilen bieten:

  • Ausgezeichnete thermische und akustische Eigenschaften
  • Setzungssichere und angenehme Verarbeitung
  • Keine Verrottung oder Zersetzung

Durch seine Diffusionsoffenheit und nichtbrennbaren Eigenschaften erfüllt der Universaldämmstoff außerdem perfekten Schallschutz und höchste Brandschutzanforderungen. Mineralwolle ist dank hoher Recyclinganteile und der kurzen energetischen Amortisationszeit nachhaltig und spart mit Blick auf den Lebenszyklus eines Gebäudes viel Heizenergie und damit Kosten ein.


Tipp: Benötigen Sie fachlichen Rat über die Beschaffenheit der Außenwände Ihrer Immobilie, wenden Sie sich am besten an einen Energieberater oder einen Einblasfachbetrieb. Dieser macht eine Testbohrung und vermisst die Tiefe des Hohlraums. Wenn diese mehr als 4 cm beträgt, ist die Einblasdämmung ein geeignetes Verfahren zur Fassadendämmung Ihres Hauses.


Fazit:

Die Einblasdämmung ist die perfekte Dämmmethode für Bauten, die über zweischalige Mauerwände mit entsprechend großem Hohlraum verfügen. Ausgeführt von einem Fachbetrieb kann eine Einblasdämmung meist ohne das zeitlich aufwendige und finanziell kostspielige Aufstellen eines Gerüsts in nur wenigen Arbeitsschritten erfolgen. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Stein- oder Glaswollflocken auch kleinste Spalten und Ritze im Mauerwerk verfüllen. Eine Dämmung aus Mineralwolle bietet somit einen Rundum-Schutz für Ihre Immobilie.

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Mit dem Einblasverfahren können auch zweischalige Außenwände bestehender Gebäude nachträglich gedämmt werden.

Einblasdämmung: Mit dem Einblasverfahren können auch zweischalige Außenwände bestehender Gebäude nachträglich gedämmt werden.

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