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KfW-Effizienzhaus: Bis zu 48.000 Euro Fördergelder erhalten

BEG WG: Fördergelder von bis zu 37.500 Euro für den Hausbau und 75.000 Euro für größere Sanierung erhalten – mit Dämmsystemen aus Mineralwolle

Wohngebäude: Fürs Effizienzhaus winken Zuschüsse von bis zu 50 %

Klimagerechtes Bauen und Sanieren rechnet sich mehr denn je

Bauherren, Eigentümer sowie mit Vermieter-Genehmigung auch Pächter und Mieter, die ihre Wohnimmobilie ab Juli 2021 energetisch sanieren, profitieren von deutlich höheren staatlichen Zuschüssen, wenn dabei eine Effizienzhaus-Stufe erreicht wird. Beim Neubau gibt es bis zu 25 % und damit maximal 37.500 Euro Förderung. Eine umfangreiche Modernisierung zum Effizienzhaus kann sogar zu 50 % gefördert werden – das entspricht bis zu 75.000 Euro.

Im Rahmen des Programms „Wohngebäude“ (WG) bietet die neue Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) Antragstellern neben einem stark vereinfachten Antragsverfahren zwei Optionen zum Erhalt der Fördergelder für ihr neu errichtetes, neu erworbenes oder sanierungsbedürftiges Wohngebäude hin zum Effizienzhaus: Dies sind wahlweise ein Investitionszuschuss oder ein Förderkredit mit Tilgungszuschüssen. Beide Fördervarianten werden über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) abgewickelt.

Mehr Geld für mehr Energieeffizienz und Nachhaltigkeit

Die bestmögliche Effizienzhaus-Stufe eines Wohngebäudes wird durch eine Kombination aus baulichen Maßnahmen an der Gebäudehülle, effizienter Anlagentechnik und dem Einsatz erneuerbarer Energien erreicht. Dazu gehört in erster Linie die Dämmung von Dächern, Wänden und Geschossdecken sowie die Erneuerung von Fenstern und Außentüren. Ist die Gebäudehülle mit Mineralwolle (Glas- und Steinwolle) optimal gedämmt, ist der wichtigste Schritt für mehr Energieeffizienz bereits getan. So wird nicht nur der Energiebedarf für Heizung und Kühlung deutlich gesenkt. Gleichzeitig steigt auch die Behaglichkeit spürbar.

Förderung bei Neubau

Die Höhe des Investitions- bzw. Tilgungszuschusses richtet sich nach dem erreichten energetischen Niveau, welches bei Neubauten eine Effizienzhaus-Stufe von mindestens 55 aufweisen muss. Wird außerdem die EE-Klasse und/oder NH-Klasse erreicht, erhalten Bauherren weitere 2,5 % Förderung. Zudem erhöht sich die förderfähige Investitionssumme von 120.000 Euro auf 150.000 Euro. Gleiches gilt für die noch bessere Effizienzhaus-Stufe 40. Im besten Fall erreichen neu errichtete Wohngebäude die Effizienzhaus-Stufe 40 Plus, bei einer förderfähigen Investitionssumme bis zu 150.000 Euro. Für diesen Neubaustandard gibt es staatliche Zuschüsse von 25 % bzw. bis zu 37.500 Euro (s. Tab. 1).

Förderung bei Sanierung

Im Falle einer Sanierung sind die Effizienzhaus-Stufen Denkmal, 100, 85, 70, 55 und 40 förderfähig. Die Fördersätze staffeln sich dabei von 27,5 % (Effizienzhaus 100) bis 45 % (Effizienzhaus 40). Die förderfähige Investitionssumme von 120.000 Euro steigt mit erreichter EE-Klasse auf 150.000 Euro, wobei sich der jeweilige Fördersatz um weitere 5 % erhöht. Das Fördermaximum von 50 % und damit bis zu 75.000 Euro erhalten Sanierer, die ihr Wohngebäude energetisch auf die Effizienzhaus-Stufe 40 bringen. Denn auch hier gilt: Je kleiner die Zahl bei der Effizienzhaus- Stufe, umso energieeffizienter ist die Wohnimmobilie und umso höher die Förderung (s. Tab. 2).

Weitere Vorteile durch individuellen Sanierungsfahrplan: Bis zu 80 % Förderung für iSFP-Erstellung und 5 % Bonus für Maßnahmenumsetzung möglich

Ein zusätzliches Plus bringt der Einsatz eines sogenannten individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP), dessen Erstellung bereits mit bis zu 80 % gefördert wird. Der iSFP ist ein digitales Tool, das die bedarfsgerechte Planung der notwendigen Sanierungsmaßnahmen ermöglicht. Er gibt einen Überblick über sämtliche Förderoptionen und zeigt das komplette Potenzial einer Immobilie auf. Sanierer bekommen so auch wichtige Hinweise zur Reihenfolge der Sanierungsmaßnahmen, durch die sie das Einsparpotenzial ihrer Investition optimal nutzen können. Erfolgt die energetische Modernisierung durch verschiedene Einzelmaßnahmen mit einem individuellen Sanierungsfahrplan gemäß „Bundesförderung für Energieberatung für Wohngebäude“, erhöht sich der Fördersatz bei Erreichen der darin definierten Effizienzhaus-Stufe für diese abschließenden Maßnahmen noch einmal um 5 % iSFP-Bonus!


EE-Klasse und NH-Klasse

Lässt sich der berechnete Wärme- bzw. Kälteenergiebedarf eines umgebauten oder neuen Effizienzhauses mindestens zu 55 % durch die Nutzung erneuerbarer Energien (z.B. Solarthermie) decken und wird dadurch eine sog. „Effizienzhaus EE“-Klasse (EE-Klasse) erreicht, z.B. 40 EE, ergibt das eine zusätzliche Förderung von 2,5 % im Neubau und 5 % bei der Sanierung. Wer sein Wohnhaus neu baut bzw. einen Neubau erwirbt, für den lohnt sich alternativ auch das Erreichen der Nachhaltigkeitsklasse (NH-Klasse), z.B. 40 NH. Als Nachweis dient eine Nachhaltigkeitszertifizierung, die belegt, dass die betreffende Maßnahme den Anforderungen des Qualitätssiegels „Nachhaltiges Gebäude“ des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI) entspricht (Details s. Tab. 1 & 2).


Förderbedingungen

Bauherren und Sanierer erhalten ganz einfach die Fördergelder für ihr Effizienzhaus, vorausgesetzt:

  • Bei bestehenden Gebäuden liegt der Bauantrag oder die Bauanzeige des Wohnhauses mindestens 5 Jahre zurück.
  • Das energetisch modernisierte Gebäude wird mindestens 10 Jahre zweckentsprechend genutzt.
  • Unter Einhaltung der technischen Mindestanforderungen ist durch Neubau oder Sanierung nachweislich ein Effizienzhaus entstanden (s. dazu Richtlinie für die BEG WG, www.bundesanzeiger.de).
  • Die Bau- bzw. Modernisierungsmaßnahmen werden durch ein Fachunternehmen ausgeführt.

Vor Bau- bzw. Sanierungsstart: Energieeffizienz-Experten einschalten und Förderantrag stellen

Zur Beantragung der Fördermittel und Begleitung des Bau- bzw. Modernisierungsvorhabens ist ein Energieeffizienz-Experte zu beauftragen. Dieser erstellt nach Abschluss der Maßnahmen eine Bestätigung der Einhaltung der in der Anlage aufgeführten technischen Mindestanforderungen sowie der Einsparungen von Primär- und Endenergie und CO2. Darüber hinaus bestätigt der Energieeffizienz-Experte die für die Maßnahmen entstandenen förderfähigen Kosten.


Praxistipp: Die Baubegleitung durch einen Energieberater wird zu 50 % gefördert. Gleiches gilt, wenn Sie den Energieeffizienz-Experten bereits vorab mit der Fachplanung beauftragen. Das entspricht bei Einfamilienhäusern bis zu 5.000 Euro, bei Mehrfamilienhäusern sind sogar bis zu 20.000 Euro möglich.

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Auf dem Weg zum Effizienzhaus ist die fachgerechte Dämmung der Gebäudehülle die erste und wichtigste Maßnahme. Nur dann kann auch die neue Anlagentechnik energieeffizient arbeiten. Mit Dämmsystemen aus Mineralwolle können durch die niedrige Wärmeleitfähigkeit die Anforderungen in allen Flächen der Gebäudehülle problemlos erfüllt werden.

Tab. Neubau: Die Förderstufen im Überblick
(Zum Vergrößern anklicken)

BEG I Förderung I Wohngebäude I Neubau I Der Dämmstoff

Tab. 2 Sanierung: Die Förderstufen im Überblick
Zum Vergrößern anklicken)

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