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Nichtwohngebäude: Bis zu 1.000 Euro Förderung pro Quadratmeter für Sanierung erhalten

Nichtwohngebäude nachhaltig bauen und sanieren

Eigentümer, Pächter sowie Mieter (mit Genehmigung des Vermieters), die ihr Nichtwohngebäude energetisch sanieren, erhalten bei Erreichen einer Effizienzgebäude-Stufe hohe Fördergelder. Bei Neubauten kann man mit einer maximalen Förderung von 12,5 % bzw. 250 Euro je Quadratmeter rechnen, insofern die Effizienzgebäude-Stufe 40 Nachhaltigkeit (NH) entsteht. Wird eine Bestandsimmobilie umfassend energetisch saniert, beteiligt sich der Staat mit bis zu 50 % an den Investitionskosten. Das sind Zuschüsse von bis zu 1.000 Euro pro Quadratmeter.

Im Rahmen des Programms „Nichtwohngebäude“ (NWG) der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) lassen sich Förderanträge für Effizienzgebäude jetzt noch leichter stellen. Um die Fördergelder zu erhalten, können Antragstellende sanierungsbedürftiger Nichtwohngebäude zwischen zwei Möglichkeiten auswählen: Dies sind entweder ein Investitionszuschuss oder ein Förderkredit mit Tilgungszuschüssen, die über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) abgewickelt werden. Für neu errichtete und neu erworbene Effizienzgebäude bietet die KfW die Kreditvariante an.

Optimale Gebäudehülle als wichtigster Grundstein für mehr Energieeffizienz

Effizienzgebäude zeichnen sich durch eine energetisch optimierte Bauweise in Kombination mit einer effizienten Anlagentechnik und durch die Nutzung erneuerbarer Energien aus. Zu den wichtigsten baulichen Maßnahmen an der Gebäudehülle gehört die Dämmung von Dächern, Wänden und Geschossdecken mit Mineralwolle (Glas- und Steinwolle) sowie das Erneuern von Fenstern und Außentüren.

Eine energetisch ertüchtigte Gebäudehülle bildet immer die Grundlage für ein optimales Arbeiten der neuen Gebäudetechnik. Eine optimierte Dämmung führt dabei nicht nur zu einer Minimierung des Transmissionswärmeverlusts eines Gebäudes. Auch lässt sich dadurch der Heiz- und Kühlenergiebedarf der Immobilie so weit senken, dass die Gebäudetechnik besonders effizient ausgelegt und nach Möglichkeit vollständig mit erneuerbaren Energien versorgt werden kann.

Förderung bei Neubau

Gefördert werden Neubauten, wenn diese die Effizienzgebäude-Stufe 40 NH („Nachhaltigkeits-Klasse“) erreichen, mit einem Tilgungszuschuss. Die förderfähigen Kosten sind auf 2.000 Euro pro m² Nettogrundfläche und insgesamt maximal 30 Mio. Euro pro Zusage und Kalenderjahr gedeckelt. Das ergibt bei einem Effizienzgebäude 40 NH eine Förderung von 12,5 % bzw. 250 Euro je Quadratmeter.

Sanierung: Je besser der erreichte Standard, desto höher die Förderung

Bei der Sanierung von Nichtwohngebäuden ist die Höhe des Investitions- bzw. Tilgungszuschusses abhängig vom erreichten energetischen Standard. Generell gilt: Mit zunehmender Energieeffizienz erhöhen sich auch die staatlichen Zuschüsse für die jeweilige Investition.

Wer seine Bestandsimmobilie energetisch modernisiert, erhält im Rahmen der BEG NWG Fördergelder für die Effizienzgebäude-Stufen 100, 70, 55 und 40. Die Fördersätze sind dabei von 27,5 % (Effizienzgebäude 100) bis 45 % (Effizienzgebäude 40) gestaffelt. Die förderfähigen Kosten betragen ebenfalls bis zu 2.000 Euro pro m² Nettogrundfläche und insgesamt bis zu 30 Mio. Euro.

Mit Erreichen der EE- und/oder NH-Klasse steigt der Fördersatz um weitere 5 %.

Der Förderhöchstsatz von 50 % und somit bis zu 1.000 Euro Zuschuss pro Quadratmeter lässt sich demzufolge für die energetische Sanierung einer Nichtwohnimmobilie zum Effizienzgebäude 40 inkl. erreichter EE- und/oder NH-Klasse erlangen (siehe Tabelle).

20 % Förderung für die Umsetzung von Einzelmaßnahmen

Neben einer umfangreichen Modernisierung sind auch energetische Einzelmaßnahmen wie die Mineralwolldämmung vom Dach bis zum Keller an Nichtwohngebäuden förderfähig. In diesem Fall bietet die BEG Antragstellern entweder einen Investitionszuschuss über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) oder einen Förderkredit mit Tilgungszuschüssen über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

Der Zuschuss für die energetische Modernisierung eines Nichtwohngebäudes beträgt 20 % pro Einzelmaßnahme. Die förderfähigen Kosten belaufen sich dabei auf bis zu 1.000 Euro pro m² Nettogrundfläche bzw. insgesamt maximal 15 Mio. Euro pro Jahr. Somit kann jeder Quadratmeter mit 20 % bzw. maximal 200 Euro Zuschuss gefördert werden. Weitere Informationen erhalten Sie in unserem Whitepaper „BEG-Förderung: Einzelmaßnahmen“.


EE-Klasse und NH-Klasse

Wird der berechnete Wärme- bzw. Kälteenergiebedarf eines modernisierten Effizienzgebäudes mindestens zu 55 % durch die Nutzung erneuerbarer Energien (z. B. Solarthermie) gedeckt und dadurch eine „Effizienzgebäude EE“-Klasse (EE-Klasse) erreicht, z.B. 40 EE, ergibt das eine Zusatzförderung von 5 % bei der Sanierung. Alternativ ist auch das Erreichen der Nachhaltigkeits-Klasse (NH-Klasse), z.B. 40 NH, zu den gleichen Konditionen förderfähig. Für neue Nichtwohngebäude gibt es für das Erreichen der Nachhaltigkeits-Klasse (NH-Klasse) 40 NH 12,5 % Förderung. Die NH-Klasse ist durch eine Nachhaltigkeits-Zertifizierung vorzuweisen, die belegt, dass die jeweilige Maßnahme die Anforderungen des QNG – Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude – erfüllt. Ausführliche Informationen erhalten Sie beim Informationsportal Nachhaltiges Bauen.


Das sind die wichtigsten Fördervoraussetzungen:

  • Der Bauantrag oder die Bauanzeige des Nichtwohngebäudes liegt mindestens 5 Jahre zurück.
  • Die geförderte Nichtwohnimmobilie wird mindestens 10 Jahre zweckentsprechend genutzt.
  • Die Investition wird in Deutschland durchgeführt.
  • Die Antragstellung erfolgt vor Maßnahmenbeginn.
  • Das durch Neubau oder Sanierung entstandene Effizienzgebäude erfüllt alle technischen Mindestanforderungen (s. dazu Richtlinie für die BEG NWG bzw. Richtlinie für die BEG EM – www.bundesanzeiger.de).

Vor Maßnahmenbeginn: Energieeffizienz-Experten beauftragen und Förderantrag stellen

Für die Beantragung der Fördermittel und die Begleitung des Bau- bzw. Modernisierungsvorhabens ist ein Energieeffizienz-Experte einzuschalten. Dieser bestätigt nach Maßnahmenabschluss die Einhaltung der in der Anlage aufgeführten technischen Mindestanforderungen sowie die Einsparungen von Primär- und Endenergie und CO2. Der Energieeffizienz-Experte bestätigt außerdem die für die Maßnahmen entstandenen förderfähigen Kosten.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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Tab. Sanierung: Die Förderstufen im Überblick
(Zum Vergrößern anklicken)

BEG I Förderung I Nichtwohngebäude I Tabelle Sanierung

Quelle: Richtlinie für die Bundesförderung für effiziente Gebäude – Nichtwohngebäude (BEG NWG), Stand: April 2022/KfW

*Der Zinssatz orientiert sich an der Kapitalmarktentwicklung und ggf. Bonität des Antragstellers. Den jeweils aktuellen Zinssatz entnehmen Sie bitte der Website www.kfw.de.

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