Reifer Mann auf dem Sofa mit seinem Hund | Der Dämmstoff | Foto von monkeybusinessimages auf istockphoto.com

Neues Jahr, neues Wohngefühl

Warum sich die energetische Sanierung des Eigenheims jetzt lohnt

Der Jahreswechsel ist für viele Hauseigentümer ein guter Zeitpunkt, neue Pläne zu machen und Projekte zu überdenken, die schon länger auf der To-do-Liste stehen. Die energetische Sanierung der Immobilie gehört oft dazu, wird jedoch ebenso häufig aufgeschoben. Dabei sprechen viele gute Gründe dafür, dieses Vorhaben jetzt aktiv anzugehen. Verbesserungen am eigenen Zuhause wirken sich im Alltag direkt und langfristig aus: beim Wohnkomfort, bei den laufenden Kosten und in puncto Zukunftssicherheit.

Weiter steigende Kosten für Gas und Öl machen eine Modernisierung schneller bezahlt

Immer höhere Nebenkosten sind für viele Hausbesitzer der erste Anlass, um über Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz nachzudenken. Mitverantwortlich dafür ist auch die gestiegene CO₂-Bepreisung fossiler Brennstoffe wie Heizöl und Erdgas. Für jede verbrauchte Kilowattstunde Energie wird ein Preis für den verursachten CO₂-Ausstoß fällig – zusätzlich zu den eigentlichen Brennstoffkosten. Diese Abgabe steigt in den kommenden Jahren voraussichtlich weiter an und bleibt auch dann bestehen, wenn sich Energieträgerpreise zeitweise stabilisieren sollten.

Berechnungen der Verbraucherzentrale NRW zeigen, wie deutlich sich diese Entwicklung ab 2026 auswirkt: In einem älteren, energetisch unsanierten Einfamilienhaus mit einer Gasheizung und einem Jahresverbrauch von rund 20.000 Kilowattstunden können die CO₂-Kosten dann zwischen etwa 263 und 311 Euro pro Jahr liegen (zum Vergleich: 2025 rund 260 Euro). [1] In einem gut sanierten Effizienzhaus (KfW-Standard EH 70) mit einem Gasverbrauch von etwa 6.500 Kilowattstunden reduzieren sich diese Kosten deutlich auf rund 85 bis 101 Euro jährlich. [2]

Beim Heizen mit Öl fällt der Unterschied noch stärker ins Gewicht. Bei einem Verbrauch von rund 2.000 Litern Heizöl (entspricht etwa 20.000 kWh) können die CO₂-Kosten in einem älteren Gebäude ab 2026 zwischen 350 und 410 Euro pro Jahr ausmachen. In einem sanierten Effizienzhaus 70 mit einem Verbrauch von rund 650 Litern Heizöl betragen sie hingegen nur noch etwa 113 bis 134 Euro jährlich. [1, 2]

Diese Beispiele machen deutlich: Besonders Eigentümer von Gebäuden, die einen hohen Energiebedarf aufweisen, geraten durch steigende CO₂-Kosten zunehmend unter finanziellen Druck. Maßnahmen an der Gebäudehülle setzen genau hier an, denn jede eingesparte Kilowattstunde Heizenergie reduziert nicht nur den Brennstoffverbrauch, sondern senkt zugleich die CO₂-Kosten.

Energetische Verbesserungen am Haus entfalten damit eine doppelte Wirkung: Sie erhöhen die Wohnqualität und sorgen gleichzeitig für eine bessere Planbarkeit der laufenden Kosten, wodurch sich Investitionen in energetische Maßnahmen schneller amortisieren können.

[1] Quelle: Verbraucherzentrale NRW –
https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/energie/heizen-und-warmwasser/so-viel-teurer-macht-der-co2preis-ihre-heizkosten-43806

[2] Quelle: ADAC – https://www.adac.de/rund-ums-haus/energie/spartipps/co2-preis-oel-gas/

Energie sparen mit moderner Daemmtechnik | Der Daemmstoff
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„Betrifft mich das überhaupt?“ – Weshalb gerade Bestandsgebäude profitieren

Zu komplex, zu teuer, zu aufwendig – viele Eigentümer stellen sich zunächst die Frage, ob Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz ihrer Wohnimmobilie überhaupt notwendig sind. Gerade bei Bestandsgebäuden lautet die Antwort in vielen Fällen: ja. Denn hier liegen häufig ungenutzte Einsparpotenziale, die sich mit überschaubarem Aufwand erschließen lassen.

Insbesondere Häuser aus der Zeit vor 1977, dem Inkrafttreten der ersten Wärmeschutzverordnung, aber auch viele Gebäude aus den 1980er- oder 1990er-Jahren wurden zwar solide gebaut, entsprechen jedoch oft nicht den heutigen energetischen Anforderungen. Dämmstandards waren damals deutlich niedriger und vor 1977 teilweise gar nicht vorgesehen, sodass über Dach, Fassade und Kellerdecke bis heute unnötig Wärme verloren geht.

Gezielte Maßnahmen wie eine Dämmung gleichen diese baulichen Schwächen aus, verbessern das Raumklima fühlbar und machen bestehende Gebäude fit für die kommenden Jahrzehnte.

Die Gebäudehülle bestimmt, wie viel Energie ein Haus wirklich braucht

Die Gebäudehülle, zu der Dach, Fassade, Kellerdecke und Fenster zählen, trennt den beheizten Wohnraum von der Außenluft und bestimmt maßgeblich den Energiebedarf eines Hauses. Weist sie energetische Schwächen auf, kann Wärme fast ungehindert nach außen entweichen, während gleichzeitig Kälte im Winter oder Hitze im Sommer deutlicher im Inneren der Häuser zu spüren sind.

Eine gut ausgeführte Dämmung mit Mineralwolle wie Glas- oder Steinwolle sorgt für gleichmäßigere Temperaturen und reduziert Zugluft. Wohn- und Arbeitsräume fühlen sich dadurch insgesamt behaglicher an – unabhängig davon, ob draußen winterliche Kälte oder sommerliche Hitze herrscht.

Mineralwolle zur effektiven Waermedaemmung von Wohngebaeuden | Der Daemmstoff
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Große Wirkung durch Dach- und Fassadendämmung

Eine Dämmung reduziert nicht nur den Heizenergiebedarf, sondern schützt das Gebäude zugleich vor sommerlicher Überhitzung – ein Vorteil, der angesichts steigender Außentemperaturen zunehmend an Bedeutung gewinnt. Besonders wirkungsvoll sind Maßnahmen am Dach und an der Fassade, da hier ein großer Teil der Wärmeverluste entsteht.

Ist der Dachraum nicht beheizt oder unbewohnt, bietet sich in den meisten Fällen die Dämmung des Dachbodens, also der obersten Geschossdecke, an. Diese Maßnahme ist vergleichsweise einfach umzusetzen und erzielt hohe Energieeinsparungen.

Soll das Dach selbst gedämmt werden, kommen je nach Aufbau und abhängig von der Nutzung des Dachraums unterschiedliche Varianten infrage. Soll das Dachgeschoss als Wohnraum dienen und die vorhandene Raumfläche möglichst erhalten bleiben, empfiehlt sich die Zwischensparrendämmung, bei der Mineralwolle zwischen die Sparren geklemmt wird. Für zusätzlichen Komfort und verbesserten Wärmeschutz kann diese durch eine Untersparrendämmung ergänzt werden. Beide Maßnahmen lassen sich, ebenso wie die Dämmung des Dachbodens, mit etwas handwerklichem Geschick auch in Eigenleistung umsetzen. Mehr Infos 

Eine weitere Dämmmethode ist die sogenannte Aufsparrendämmung, bei der die Dämmung oberhalb der Dachsparren angebracht wird. Die Aufsparrendämmung wird in der Regel von Fachbetrieben ausgeführt und ist insbesondere dann sinnvoll, wenn ohnehin eine Erneuerung der Dachziegel ansteht.

Auch die Fassade spielt eine zentrale Rolle für die Energieeffizienz eines Gebäudes. Über ungedämmte Außenwände entweicht kontinuierlich Wärme, was sich sowohl auf den Energieverbrauch als auch auf das Raumklima auswirkt. Eine Fassadendämmung – etwa in Form eines Wärmedämmverbundsystems (WDVS) oder einer vorgehängten hinterlüfteten Fassade (VHF) – reduziert diese Verluste deutlich. Tipps vom Experten gibt’s hier >>

Wohnhaus | Daemmung der Fassade mit Mineralwolle | Der Daemmstoff | Foto von FMI und schulzfoto - stock.adobe.com
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Kleine Schritte, die sofort spürbar sind

Nicht jede Sanierungsmaßnahme muss groß sein. Auch kleinere Schritte können viel bewirken und eignen sich oft ideal als Einstieg. So sorgt neben der bereits erwähnten Dämmung der obersten Geschossdecke, die zu mehr Behaglichkeit im Obergeschoss beiträgt, die Dämmung der Kellerdecke für spürbar wärmere Fußböden im Erdgeschoss. Zudem lassen sich durch die Dämmung von Heizungsrohren und Warmwasserleitungen Energieverluste mit vergleichsweise geringem Aufwand reduzieren. Mehr erfahren

Für diese einfachen Anwendungen sind mineralische Dämmstoffe wie Glas- oder Steinwolle bestens geeignet. Sie lassen sich flexibel und lückenlos verarbeiten, gut zuschneiden und an unterschiedliche Bauteile anpassen – auch in Ecken, Nischen oder an schwer zugänglichen Stellen.

Eine Dämmung mit Mineralwolle verbessert dabei nicht nur den Wärmeschutz und senkt zuverlässig den Energieverbrauch. Aufgrund ihrer schallschützenden Eigenschaften trägt sie außerdem zu einem ruhigeren, entspannteren Wohnumfeld bei und erhöht als nichtbrennbarer Baustoff die Sicherheit im Gebäude.

Dämmung aus Mineralwolle | Der Dämmstoff
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Keller | Rohre dämmen | Mineralwolle | Der Dämmstoff | Foto von Robert Kneschke auf Shutterstock
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Und wenn man nichts tut?

Die Auswirkungen eines energetisch schlechten Hauses zeigen sich bereits heute und nehmen in den kommenden Jahren weiter zu. Hohe Energiepreise und steigende CO₂-Kosten sorgen dafür, dass Energieverluste unmittelbar zu höheren laufenden Kosten führen. Oft werden zur Einsparung nicht mehr alle Räume beheizt, was Komfortprobleme verschärft und die Bausubstanz negativ beeinflussen kann. Gleichzeitig wirkt sich der energetisch schlechtere Zustand des Eigenheims bereits heute negativ auf den Wert der Immobilie aus.

Wird nicht mit passenden Energieeffizienzmaßnahmen gegengesteuert, wird es zudem schwieriger, spätere Arbeiten wirtschaftlich umzusetzen, da notwendige Eingriffe mit zunehmendem Alter des Gebäudes meist aufwendiger werden.

Die gute Nachricht: Auch 2026 stehen Hauseigentümern verschiedene Fördermöglichkeiten zur Verfügung, um Investitionen gezielt abzufedern. Über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) können Maßnahmen bezuschusst oder über zinsgünstige Kredite finanziert werden. Alternativ bietet die steuerliche Förderung die Möglichkeit, einen Teil der Kosten über mehrere Jahre abzusetzen. Eine fachliche Beratung durch einen Energieeffizienz-Experten hilft, die Sanierung zu planen und passende Förderwege zu identifizieren. Weitere Informationen finden Sie hier >> 

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, das Haus energetisch auf Vordermann zu bringen

Der Start ins neue Jahr ist ein idealer Moment, um Veränderungen anzustoßen. Verbesserungen am eigenen Haus wirken nachhaltig. Gleichzeitig sind energieeffiziente, gut gedämmte Gebäude besser auf kommende Anforderungen vorbereitet und attraktiver für Käufer oder Mieter.

Jede eingesparte Kilowattstunde entlastet nicht nur die eigene Haushaltskasse, sondern auch das ganze Energiesystem. Wer sein Haus modernisiert, investiert damit nicht nur in die eigene Immobilie, sondern übernimmt Verantwortung – für den eigenen Energieverbrauch, für die nächsten Generationen und für den Gebäudebestand insgesamt.

Eigentümer, die 2026 damit beginnen, das Zuhause Schritt für Schritt zu verbessern, entscheiden sich bewusst für mehr Komfort, bessere Planbarkeit der Kosten und nicht zuletzt für ein gutes Wohngefühl.

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Sie besitzen eine Wohnimmobilie und planen, diese mit Mineralwolle zu dämmen oder haben dies bereits getan? 

Gerne möchten wir von Ihrem Dämmvorhaben mit Glas- oder Steinwolle berichten.

Wir freuen uns auf Ihr Sanierungsprojekt!

Sie finden alle Informationen zur Bewerbung unter folgendem Link:

Dämmung aus Mineralwolle | Der Dämmstoff

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