Speicher Magdeburg | Neuer Wohnraum | Bild 1 | Foto von DEUTSCHE ROCKWOOL GmbH & Co. KG

Vom Industriegebäude zum modernen Wohnraum

Was ein außergewöhnliches Sanierungsprojekt über energetische Verbesserungen im Bestand zeigt

Energetische Sanierungen im Bestand gelten oft als anspruchsvoll. Unterschiedliche Baujahre, massive Konstruktionen und fehlende oder veraltete Dämmungen machen Maßnahmen aufwendiger als im Neubau. Gleichzeitig stehen Eigentümer vor der Herausforderung, heutige Anforderungen an Energieeffizienz, Wohnkomfort und Sicherheit zu erfüllen, ohne den Charakter eines Gebäudes zu verlieren.

Dass selbst sehr komplexe Gebäude erfolgreich modernisiert werden können, zeigt ein Sanierungsprojekt im Hafen von Magdeburg. Dort wurden zwei ehemalige Speicherbauten aus den 1930er-Jahren, die ursprünglich rein industriellen Zwecken dienten, zu modernen Wohngebäuden umgebaut. Die Initiative zur Umnutzung ging von der Thomasblock eGbR aus, die sich seit vielen Jahren mit der Sanierung und Revitalisierung von Bestandsgebäuden beschäftigt.

Die planerische Grundlage für Umnutzung, Sanierung und Brandschutz entwickelte der Architekt Uwe Thal, der gemeinsam mit spezialisierten Fachingenieuren Lösungen erarbeitete, die den historischen Charakter der Gebäude bewahren und gleichzeitig heutigen Anforderungen gerecht werden. Die Umsetzung erfolgte durch erfahrene Bau- und Handwerksbetriebe unter der Gesamtkoordination der Constar GmbH. Entscheidend war dabei die enge Abstimmung aller Beteiligten, um technische, energetische und sicherheitsrelevante Anforderungen im Bestand zuverlässig zusammenzuführen.

Wenn Bestehendes erhalten und gleichzeitig verbessert werden soll

Gebäude aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden ohne Blick auf Energieeffizienz errichtet. Große Dachflächen, massive Bauteile und fehlende Wärmedämmung führten zu hohen Wärmeverlusten. Ein Problem, das viele Eigentümer älterer Immobilien nur zu gut kennen.

Ziel der Sanierung war es, den prägenden Charakter der Speicher zu bewahren und gleichzeitig einen zeitgemäßen Wohnstandard zu schaffen. Dazu gehörten eine deutlich verbesserte Energieeffizienz, ein ganzjährig angenehmes Raumklima sowie ein hohes Maß an Sicherheit, vor allem mit Blick auf den Brandschutz.

Diese Zielsetzung ist typisch für viele Sanierungsvorhaben im Bestand – unabhängig von der Gebäudegröße.

Die Gebäudehülle als zentraler Ansatzpunkt

Ein entscheidender Hebel für die energetische Verbesserung der ehemaligen Industriebauten lag in der Gebäudehülle. Besonders das Dach spielt dabei eine zentrale Rolle. Über schlecht oder nicht gedämmte Dachflächen entweicht ein erheblicher Teil der Heizenergie. Gleichzeitig beeinflusst das Dach maßgeblich, wie stark sich ein Gebäude im Sommer aufheizt.

Im Magdeburger Projekt wurde daher großer Wert auf eine leistungsfähige Dämmung gelegt, die sowohl den Wärmeschutz im Winter als auch den sommerlichen Hitzeschutz verbessert. Zum Einsatz kam eine Dämmung aus Steinwolle, die sich ebenso wie Glaswolle als mineralischer Dämmstoff sehr gut für Sanierungen im Bestand eignet.

Mineralwolle lässt sich auch unter komplexen baulichen Bedingungen zuverlässig verarbeiten, passt sich flexibel an vorhandene Konstruktionen an und behält bei fachgerechter Ausführung und intakten Bauteilen ihre Dämmwirkung meist jahrzehntelang. Als nichtbrennbarer Dämmstoff der Euroklasse A1 leistet sie zudem einen wichtigen Beitrag zum baulichen Brandschutz. Gleichzeitig verbessert Mineralwolle den Schallschutz und trägt damit zu einem spürbar ruhigeren Wohnumfeld bei.

Die Fassade als weiterer Baustein der energetischen Optimierung

Neben dem Dach spielte auch die Fassade eine wichtige Rolle bei der energetischen Aufwertung der Speicher. Über ungedämmte Außenwände kann ebenfalls ein erheblicher Anteil der Wärme verloren gehen. Gleichzeitig beeinflusst die Fassadendämmung nicht nur den Heizenergiebedarf, sondern auch den sommerlichen Wärmeschutz und den Schallschutz positiv.

Im Rahmen des Magdeburger Sanierungsprojekts wurde daher auch die Fassade energetisch ertüchtigt. Mineralische Dämmstoffe boten sich hier besonders an, da sie nichtbrennbar sind und hohe Anforderungen an den Brandschutz erfüllen. Speziell bei mehrgeschossigen Wohngebäuden ist das ein oft notwendiger und auch ansonsten sinnvoller Sicherheitsfaktor.

Gleichzeitig zeigen solche Maßnahmen, dass eine energetische Sanierung nicht allein zur Reduzierung des Energieverbrauchs führt und dadurch zum Klimaschutz beiträgt, sondern immer auch positive Effekte auf die Wohnqualität insgesamt hat.

Die in diesem Sanierungsbeispiel eingesetzten Mineralwolle-Dämmstoffe für Dach und Fassade wurden überwiegend aus natürlichen Mineralien wie Basalt oder Kalkstein hergestellt. Sie sind langlebig und recycelbar. Bestehende freiwillige Rücknahmesysteme der FMI-Mitgliedsunternehmen für Baustellenabfälle sowie in einzelnen Fällen auch für Rückbaumaterial zeigen dies bereits heute und unterstützen damit das zirkuläre Bauen.

Sicherheit und Wohnkomfort zusammendenken

Eine gute Dämmung hilft nicht nur, Energiekosten zu sparen, sondern verbessert auch die Nutzung und Aufenthaltsqualität eines Gebäudes. Gleichmäßigere Raumtemperaturen und weniger Zugluft sorgen dafür, dass sich Räume im Winter wie im Sommer angenehmer anfühlen. Gleichzeitig verbessert eine nichtbrennbare Mineralwolldämmung den Schallschutz und leistet einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit des Gebäudes. Gerade im Bestand lassen sich so Energieeffizienz, Wohnkomfort und Brandschutz gezielt miteinander verbinden.

Darüber hinaus trägt eine fachgerecht ausgeführte Dämmung dazu bei, Temperaturunterschiede innerhalb der Konstruktion zu reduzieren und Feuchteproblemen vorzubeugen – ein wesentlicher Faktor für den langfristigen Erhalt der Bausubstanz.

Was das Magdeburger Projekt für private Hauseigentümer zeigt

Auch wenn es sich bei der Sanierung der Speicher in Magdeburg nicht um ein typisches Einfamilienhaus handelt, lassen sich zentrale Erkenntnisse auf viele Bestandsgebäude übertragen. Das Projekt verdeutlicht, dass energetische Verbesserungen auch im Altbau gut umsetzbar sind und der Erhalt des Gebäudecharakters dabei nicht im Widerspruch zu zeitgemäßen Dämmstandards stehen muss.

Besonders die Gebäudehülle bietet ein erhebliches Einsparpotenzial, wobei dem Dach eine zentrale Rolle zukommt. Werden Dach- und Fassadendämmung aufeinander abgestimmt, lassen sich energetische Maßnahmen Schritt für Schritt umsetzen. Mineralwolle eignet sich hierfür besonders gut, da sie zur Senkung des Energieverbrauchs beiträgt und zugleich den Wohnkomfort sowie den baulichen Brandschutz eines Gebäudes verbessert.

Zugleich zeigt das Projekt, dass energetisches Sanieren in der Praxis selten als einmalige Maßnahme erfolgt. Auch bei privaten Wohnhäusern hat sich ein schrittweises Vorgehen bewährt: Wer mit einer sinnvollen Maßnahme wie der Dämmung des Daches oder der obersten Geschossdecke beginnt, schafft eine solide Grundlage für weitere Verbesserungen. Erste spürbare Effekte im Alltag – etwa geringere Heizkosten und ein ausgeglicheneres Raumklima – erleichtern dabei die Entscheidung für den nächsten Schritt.

Anfangen lohnt sich

Die Umnutzung der ehemaligen Speichergebäude macht deutlich, was auch für viele Bestandsimmobilien gilt: Energetische Verbesserungen sind machbar, wirtschaftlich sinnvoll und wirksam.

Mit einer durchdachten Planung und vielseitigen Baustoffen wie Glas- oder Steinwolle lassen sich Energieeffizienz, Wohnkomfort und baulicher Brandschutz klug kombinieren. Nicht alle Maßnahmen müssen sofort umgesetzt werden, aber jeder gut geplante Schritt trägt dazu bei, die eigene Immobilie langfristig energieeffizienter und komfortabler zu machen.

Alle Fotos: DEUTSCHE ROCKWOOL GmbH & Co. KG

Sie besitzen eine Wohnimmobilie und planen, diese mit Mineralwolle zu dämmen oder haben dies bereits getan? 

Gerne möchten wir von Ihrem Dämmvorhaben mit Glas- oder Steinwolle berichten.

Wir freuen uns auf Ihr Sanierungsprojekt!

Sie finden alle Informationen zur Bewerbung unter folgendem Link:

Dämmung aus Mineralwolle | Der Dämmstoff

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