Aufstockung von Gebäuden


Trend als Helfer für Energiewende und gegen Wohnungsmangel

Berlin, 3. Mai 2018 – Die Energiewende ist eine der größten Herausforderungen Deutschlands. Zeitgleich stehen wir vor dem großen Problem des Wohnungsmangels. Als Mitinitiator der „100 Tausend Dächer Initiative“ erklärte der FMI Fachverband Mineralwolleindustrie e.V. bereits im Januar dieses Jahres, dass durch die Aufstockung von Gebäuden gleichzeitig Wohnraum geschaffen und dadurch die Energieeffizienz verbessert werden kann. Städte wie München und Berlin zeigen schon jetzt, wie es geht.

„Das Potenzial ist immens“, sagt Dr. Thomas Tenzler, Geschäftsführer des FMI. „Mehr als eine Million zusätzliche Wohnungen können laut einer Studie der TU Darmstadt und des ISP Pestel Institutes für Systemforschung Hannover durch Aufstockung entstehen. Gleichzeitig reduziert sich mit einer Dachaufstockung der Energieverbrauch der Gebäude deutlich. So profitiert das gesamte Gebäude von einer besseren Energieeffizienz.“

Der Wohnungsmangel betrifft vor allem die Ballungsgebiete. Hier werden Konzepte gesucht, um das Problem nachhaltig zu lösen. Aufstockungen bieten die Möglichkeit, Wohnraum zu schaffen, ohne zusätzliches Bauland zu benötigen.

München oder Berlin haben die Potenziale bereits erkannt. Hier stocken Wohnbaugesellschaften und Supermarktketten auf.

Rewe, Aldi und Lidl planen in Berlin den Bau von Kombi-Gebäuden. Im Erdgeschoss werden sich die Supermärkte befinden, darüber Wohnungen. So könnten nach Schätzungen 30.000 Wohneinheiten entstehen.

In Schwabing werden gerade durch die Aufstockung eines Hauses mit nur einer zusätzlichen Etage acht neue Wohnungen gebaut. Und es sollen weitere Gebäude folgen. Die Gesamtinvestition der Vonovia-Gesellschaft beträgt über zwei Millionen Euro für Aufstockungen in Schwabing. Sie verbindet dies mit einer generellen Modernisierung und Sanierung der betreffenden Gebäude.

Für die Energiewende ist das Einsparpotenzial besonders interessant. 40 Prozent des Energieverbrauchs entfallen auf den Gebäudebestand, ca. 85 Prozent davon auf Heizwärme und Warmwasseraufbereitung. Bei der Verringerung kann das energetische Einsparpotenzial durch Aufstockungen einen spürbaren Beitrag liefern. Denn eingesparte Energie muss nicht produziert werden.

Dämmung mit Mineralwolle besonders nachhaltig

Egal, ob Glas- oder Steinwolle – eine Dämmung mit Mineralwolle ist eine besonders nachhaltige Möglichkeit, um den Energieverbrauch zu senken. Die praktisch abfallfreie Produktion erfolgt im Wesentlichen bei Steinwolle mit Sand, Kalkstein, Basalt, Dolomit, Diabas und anderen Mineralien. Glaswolle wird aus Altglas gewonnen. So entstehen aus einem Kubikmeter Rohstoff bis zu 150 Kubikmeter Mineralwolle.

Dabei spart eine Dachdämmung mit einer Dicke von 250 mm über die normale Lebensdauer des Daches von 50 Jahren hinweg 128-mal mehr Primärenergie und 162-mal mehr an CO2-Emissionen, als für Herstellung, Transport und Entsorgung des Dämmstoffs zusammen benötigt werden. Bei der Dachdämmung lassen sich Bauabschnitte der flexiblen und beständigen Mineralwolle im nächsten Sparrenfeld oder Abschnitt einfach einbauen und ermöglichen damit die nahezu abfallfreie Dämmung von Dächern.

Ausführliche Informationen rund um das Thema Dämmen gibt es unter:

https://www.der-daemmstoff.de/darum-mineralwolle

Das Positionspapier „100 Tausend Dächer Initiative“ steht zum kostenlosen Download bereit unter:

https://www.fmi-mineralwolle.de/service/publikationen

Fotos: FMI Fachverband Mineralwolleindustrie e.V.

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