Was ist eigentlich Mineralwolle?

Mineralwolle ist für Gebäude zunächst einmal das, was Baumwolle für den Menschen ist! Nämlich eine Faser, aus der die Kleidung gefertigt wird, die bei Kälte wärmt und bei Hitze schützt.

Mineralwolle unterscheidet man heute in zwei Stoffgruppen:

Glaswolle und Steinwolle

Vor etlichen Jahren existierten auch noch Schlackenwolle, die aus Reststoffen der Eisen- und Stahlherstellung gefertig wurden.

Unsere Mitglieder fertigen Glas- und Steinwolle als Dämmstoffe. Beide unterscheiden sich grundsätzlich durch die zur Herstellung verwendeten Rohstoffe und die Herstellverfahren.

Dabei sind die Rohstoffe aus heimischen Beständen wie Kalkstein, Basalt, Feldspat und Sand, nur um einige zu nennen. Diese sind in ausreichender Menge verfügbar und werden durch Zugabe von Recyclingmaterialien, wie beispielsweise Altglas, ergänzt. In geringem Maße werden die notwendigen organischen Bindemittel, zugeführt. Aus einem Kubikmeter Rohstoff lassen sich unter Zuführung von Energie bei etwa 1.000 bis 1.500 Grad Celsius – mit den unterschiedlichen Produktionsverfahren bis zu ca. 150 Kubikmeter Dämmstoff produzieren. Ein Verhältnis welches zeigt, dass mit Rohstoff sorgsam umgegangen wird und dass er auch dauerhaft ausreichend verfügbar bleiben wird.

Die Herstellung von Mineralwolle im Detail

Glaswolle

Herstellung von Glaswolle

Herstellung Mineralwolle Schaubild Glaswolleprodukion

Die erforderlichen Mengen an Rohmaterial werden bemessen und einem Schmelzofen zugeführt. Hier kommen als Rohstoffe Sand, Kalkstein und Sodaasche sowie dem Herstellungsprozeß wieder zugeführte Schnittreste aus der Produktion zum Einsatz. In zunehmendem Umfang wird bei der Herstellung von Glaswolle Altglas in Form von Fensterscheiben, Autofenstern oder Flaschenglas verwendet, wobei der Anteil von Recycling-Material mittlerweile 30 % bis 60 % der eingesetzten Rohstoffe ausmacht. In Einzelfällen erreicht dieser Anteil sogar 80 %.

Durch die Wiederverwertung von Abschnitten und Recycling-Material konnte die für die Herstellung von Mineralwolle erforderliche Energiemenge stetig gesenkt werden.

Glaswolle Produktion Ausgangsstoff Glas

Glas ist ein Hauptbestandteil von Glaswolledämmstoffen

Das Ausgangsmaterial wird in einem Ofen bei sehr hohen Temperaturen von normalerweise 1300° C  geschmolzen.

Die bei diesem Prozeß entstehenden Rauchgase werden gefiltert, um die Umweltbelastung zu minimieren.

Schmelzwanne Glaswolle Produktion

Die Rohstoffe werden in der Schmelzwanne verflüssigt

Nach dem Durchlaufen des Schmelzofens wird die glasartige Schmelze tröpfchenweise zu Fasern versponnen, indem die Tröpfchen schnell auf eine sich drehende Schwungscheibe treffen und durch die Drehbewegung eine Faserstruktur entsteht.

Zerfaserung Glaswolle Produktion

Zerfaserung der Glaswolle

Den Fasern werden kleine Mengen von Bindemitteln zugeführt. Die Struktur und Dichte des Produkts kann hierbei an die genauen Einsatzanforderungen angepaßt werden.

Nach dem Binden des Materials erfolgt dessen Aushärtung bei ungefähr 200° C.

Abkühlung Glaswolle Produktionslinie

Nach dem Aushärten folgt das Auskühlen auf Förderbändern

Die Glaswolle wird entsprechend der gewünschten Größe und Form zurechtgeschnitten bzw. abgelängt, zum Beispiel in Rollen, Matten oder Platten, oder sie wird je nach Auftrag für den weiteren Einsatz in anderen Produkten angepaßt. Abschnitte und andere Reste aus Mineralwolle werden dem Produktionsprozeß wieder zugeführt.

Produktionslinie Glaswolle Ablängen

Produktionslinie nach dem Ablängen der Glaswolle

Steinwolle

Herstellung von Steinwolle

Herstellung Mineralwolle Schaubild Steinwolleproduktion

Die erforderlichen Mengen an Rohmaterial werden bemessen und einem Schmelzofen zugeführt. Hier handelt es sich um Gestein oder Recycling-Material und Energie. Dabei versucht man den Anteil von Recycling-Material zu steigern, ohne daß dadurch die Produktqualität beeinträchtigt wird.

Außerdem konnte durch die Wiederverwertung von Abschnitten und Recycling-Material die für die Herstellung von Steinwolle erforderliche Energiemenge stetig gesenkt werden.

Mineralien Gesteine Rohstoffe Steinwolle Produktion

Mineralien und Gesteine bilden die Rohstoffe für Steinwolle

Das Ausgangsmaterial wird in einem Ofen bei sehr hohen Temperaturen von normalerweise 1500° C geschmolzen.

Die bei diesem Prozess entstehenden Rauchgase werden gefiltert, um die Umweltbelastung zu minimieren.

Nach dem Durchlaufen des Schmelzofens wird die glasartige Schmelze tröpfchenweise zu Fasern versponnen, indem die Tröpfchen schnell auf eine sich drehende Schwungscheibe treffen und durch die Drehbewegung eine Faserstruktur entsteht.

Den Fasern werden kleine Mengen von Bindemitteln zugeführt. Die Struktur und Dichte des Produkts kann hierbei an die genauen Einsatzanforderungen angepaßt werden.

Nach dem Binden des Materials erfolgt dessen Aushärtung bei ungefähr 230° C.

Die Steinwolle wird entsprechend der gewünschten Größe und Form zurechtgeschnitten, zum Beispiel in Rollen, Matten oder Platten, oder sie wird je nach Auftrag für den weiteren Einsatz in anderen Produkten angepaßt. Abschnitte und andere Reste aus Mineralwolle werden dem Produktionsprozeß wieder zugeführt.