Eigentumswohnung energetisch sanieren und dämmen

Bei Eigentumswohnungen sind die eigenen vier Wände Teil eines größeren Ganzen. Wer energetisch sanieren oder dämmen möchte, kann deshalb nicht jede Maßnahme allein entscheiden. Während bestimmte Arbeiten innerhalb der Wohnung nur das eigene Sondereigentum betreffen können, gehören wichtige Teile der Gebäudehülle zum Gemeinschaftseigentum und müssen innerhalb der Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) abgestimmt werden.

Am Anfang steht deshalb die Frage: Welches Bauteil ist betroffen? Welche Maßnahmen können innerhalb der eigenen Wohnung umgesetzt werden? Und wann muss die WEG einbezogen werden?

Für die Dämmung von Wohnungen und gemeinschaftlichen Bauteilen stehen unterschiedliche Lösungen mit Mineralwolle zur Verfügung. Gerade im Mehrfamilienhaus geht es dabei nicht nur um Wärmeschutz: Auch Schall- und Brandschutz haben hier besonderes Gewicht.

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Sondereigentum und Gemeinschaftseigentum unterscheiden

Bei der Sanierung einer Eigentumswohnung ist zunächst wichtig zu klären, ob eine geplante Maßnahme das Sondereigentum oder das Gemeinschaftseigentum betrifft. Innerhalb des Sondereigentums können bestimmte Arbeiten eigenständig umgesetzt werden. Geht es dagegen um gemeinschaftliche Bauteile, muss die Wohnungseigentümergemeinschaft einbezogen werden.

Zum Gemeinschaftseigentum gehören insbesondere für das Gebäude wesentliche Bauteile wie Außenwände und Dach. Das gilt auch für Fenster einschließlich der Rahmen.

Bauliche Veränderungen am Gemeinschaftseigentum können von der WEG beschlossen oder einem einzelnen Wohnungseigentümer durch Beschluss gestattet werden.

Vor größeren Sanierungsmaßnahmen sollte deshalb geklärt werden, welchem Bereich das betroffene Bauteil zugeordnet ist. Auch Teilungserklärung, Gemeinschaftsordnung und bestehende Beschlüsse können für die konkrete Maßnahme relevant sein.

Welche Dämmmaßnahmen sind bei einer Eigentumswohnung möglich?

Welche Dämmmaßnahmen bei einer Eigentumswohnung infrage kommen, richtet sich danach, welches Bauteil gedämmt werden soll und ob dabei Sondereigentum oder Gemeinschaftseigentum betroffen ist.

Die Dämmung von Fassade, Dach oder anderen gemeinschaftlichen Bauteilen betrifft in der Regel das gesamte Gebäude und muss deshalb innerhalb der Wohnungseigentümergemeinschaft abgestimmt werden. Auch innerhalb der eigenen Wohnung können Dämmmaßnahmen möglich sein – beispielsweise an Innen- und Trennwänden, Decken oder an der Innenseite einer Außenwand.

Mineralwolle kann dabei für unterschiedliche Bereiche und Konstruktionen eingesetzt werden.

Decken und Fußböden dämmen

Decken und Fußböden können für den Schallschutz innerhalb eines Mehrfamilienhauses von Bedeutung sein. Mineralwolle kann beispielsweise in geeigneten Deckenkonstruktionen eingesetzt werden, um die Schallübertragung zwischen Räumen oder Geschossen zu verringern.

Ob dafür eine Abstimmung mit der WEG erforderlich ist, sollte vorab geprüft werden.

Innenwände und Trennwände dämmen

Bei einem Umbau oder einer neuen Raumaufteilung kann Mineralwolle in Innen- und Trennwänden eingesetzt werden. Eine solche Dämmung kann den Schallschutz zwischen Räumen verbessern – besonders in einem Mehrfamilienhaus kann das den Wohnkomfort erhöhen.

Auch hier sollte vorab geklärt werden, ob die geplanten Veränderungen ausschließlich das Sondereigentum betreffen.

Eigentumswohnung von innen dämmen

Eine Innendämmung kann infrage kommen, wenn eine Außendämmung nicht möglich oder nicht vorgesehen ist. Dabei wird die Außenwand von der Raumseite gedämmt.

Durch eine Innendämmung verändert sich das Temperatur- und Feuchteverhalten der Wand. Anschlüsse an Decken, Innenwände und Fenster müssen deshalb sorgfältig in den Aufbau einbezogen werden. Mineralwolle kann abhängig von der Konstruktion auch für eine Innendämmung eingesetzt werden.

Mineralwolle kann in einer Eigentumswohnung beispielsweise für Decken und Fußböden sowie Innen- und Trennwände eingesetzt werden. Wählen Sie den gewünschten Bereich aus und erfahren Sie mehr über die jeweiligen Dämmmöglichkeiten.

Dämmmaßnahmen am gesamten Gebäude

Die Dämmung von Dach, Fassade oder gemeinschaftlichen Geschossdecken betrifft nicht nur eine einzelne Eigentumswohnung. Solche Maßnahmen werden für das Gebäude als Ganzes betrachtet und innerhalb der WEG abgestimmt.

Bauweise, Zustand und vorhandener Bauteilaufbau bestimmen, welche Dämmmöglichkeiten für das jeweilige Mehrfamilienhaus infrage kommen.

> Mehr zur energetischen Sanierung von Bestandsimmobilien

Energetische Sanierung gemeinsam in der WEG planen

Sollen das gesamte Gebäude oder Außenbauteile energetisch saniert werden, wird aus dem individuellen Sanierungswunsch ein gemeinsames Projekt im Gemeinschaftseigentum. Am Anfang steht deshalb am besten eine Bestandsaufnahme des gesamten Gebäudes: Wo bestehen energetische Schwachstellen und welche Maßnahmen kommen für Fassade, Dach, Decken, Fenster oder andere Bauteile infrage?

Eine Energieberatung kann dabei helfen, den energetischen Ist-Zustand zu erfassen, mögliche Sanierungsmaßnahmen zu vergleichen und bei mehreren Vorhaben eine sinnvolle Reihenfolge festzulegen.

Innerhalb der WEG müssen anschließend nicht nur die technische Umsetzung, sondern auch Kosten, Finanzierung und erforderliche Beschlüsse abgestimmt werden. Fördermöglichkeiten sollten möglichst früh geprüft werden, damit sie bei der Entscheidung über die Sanierung berücksichtigt werden können. Welche Programme und Voraussetzungen gelten, richtet sich nach der jeweiligen Maßnahme und den aktuellen Förderbedingungen.

> Mehr zur Förderung energetischer Sanierungsmaßnahmen

Mineralwolle im Mehrfamilienhaus

In einem Mehrfamilienhaus treffen häufig mehrere Anforderungen zusammen: Im Winter soll möglichst wenig Wärme verloren gehen, im Sommer soll der Wärmeeintrag begrenzt werden. Gleichzeitig können Geräusche aus Nachbarwohnungen, dem Treppenhaus oder angrenzenden Räumen den Wohnkomfort beeinträchtigen.

Mineralwolle verbindet Wohnkomfort und Sicherheit: Sie dämpft störende Geräusche, hilft im Winter Wärme im Raum zu halten und schützt im Sommer vor übermäßiger Hitze. Als nichtbrennbarer Dämmstoff leistet sie zugleich einen Beitrag zum vorbeugenden baulichen Brandschutz.

Glaswolle und Steinwolle lassen sich für unterschiedliche Konstruktionen im Mehrfamilienhaus einsetzen. Maßgeblich für die Auswahl sind das jeweilige Bauteil und seine Anforderungen.

> Mehr über die Eigenschaften von Mineralwolle 

 

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