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Das Eigenheim energetisch sanieren

Warum die richtige Reihenfolge bei Kosten und Effizienz entscheidend ist

Die nächste Heizsaison rückt näher – und damit bei vielen Hauseigentümern auch die Frage, wie sich der Energieverbrauch des eigenen Hauses langfristig senken lässt. Vielleicht ist die Heizung schon älter, im Dachgeschoss wird es im Winter schnell kühl oder an der Fassade stehen ohnehin Arbeiten an.

Dann stellt sich schnell die Frage: Wo anfangen – bei der Dämmung, den Fenstern oder der Heizung?

Eine einzige richtige Reihenfolge für jedes Haus gibt es nicht. Welche Maßnahmen sinnvoll sind und wann sie umgesetzt werden sollten, hängt vom jeweiligen Gebäude ab. Klar ist aber: Gebäudehülle und Heiztechnik hängen zusammen. Deshalb lohnt es sich, vor der Sanierung genauer hinzusehen und die einzelnen Schritte aufeinander abzustimmen.

Wie das in der Praxis aussehen kann und worauf bei der Planung zu achten ist, zeigen die folgenden Fragen und Antworten.

FAQ: Welche Reihenfolge ist bei einer energetischen Sanierung sinnvoll?

 

1. Warum sollten Sanierungsmaßnahmen aufeinander abgestimmt werden?

Dach, Außenwände, Fenster sowie die oberste Geschossdecke und Kellerdecke beeinflussen gemeinsam, wie viel Wärme ein Haus verliert. Je größer diese Wärmeverluste sind, desto mehr muss die Heizung leisten, um die Räume angenehm warm zu halten.

Wird beispielsweise die Dämmung des Daches verbessert, kann sich der Wärmebedarf des Hauses verringern. Das kann wiederum für die spätere Planung der Heizung eine Rolle spielen.

Deshalb lohnt es sich, nicht nur die nächste einzelne Maßnahme zu betrachten. Wer heute schon weiß, dass in zwei oder drei Jahren auch die Heizung erneuert werden soll, kann dies bei der Planung der Dämmung mitberücksichtigen und umgekehrt.

2. Was sollte ich vor einer Sanierung zuerst anschauen?

Am Anfang lohnt sich eine Bestandsaufnahme: Welche Bauteile sind bereits modernisiert, wo gibt es noch Schwachstellen und welche Arbeiten stehen ohnehin an? Dabei sollten sowohl die Gebäudehülle als auch die Heiztechnik betrachtet werden.

Dazu gehören zum Beispiel:

• Dach oder oberste Geschossdecke

• Außenwände und Fassade

• Kellerdecke oder andere Flächen zu unbeheizten Räumen

• Fenster und Außentüren

• Heizungsanlage, Heizkörper und Wärmeverteilung

• auffällige Zugluft, kalte Oberflächen oder mögliche Wärmebrücken

• ohnehin anstehende Reparaturen oder Modernisierungen

Nicht alles davon muss automatisch saniert werden. Entscheidend ist vielmehr, herauszufinden, wo tatsächlich Handlungsbedarf besteht und welche Maßnahmen sich sinnvoll miteinander verbinden lassen.

Eine Energieberatung kann dabei helfen, den energetischen Zustand des Hauses fachlich einzuordnen und mögliche Schwachstellen zu erkennen.

3. Muss beim energetischen Sanieren immer zuerst gedämmt werden?

Welche Maßnahme zuerst ansteht, hängt vom Zustand des Hauses und den sowieso geplanten Arbeiten ab.

Ist das Dach zum Beispiel nur wenig gedämmt und muss in absehbarer Zeit neu gedeckt werden, bietet es sich an, die Dachdämmung direkt mitzuplanen. Wurde die Gebäudehülle dagegen bereits energetisch verbessert, kann der Austausch einer älteren Heizung der nächste sinnvolle Schritt sein.

Entscheidend ist deshalb, die Reihenfolge an das jeweilige Gebäude anzupassen. Dabei kommt es darauf an, wo Handlungsbedarf besteht, welche Arbeiten ohnehin anstehen und wie sich die einzelnen Maßnahmen gut aufeinander abstimmen lassen.

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4. Warum gehören Dämmung und Heizung bei der Planung zusammen?

Wie viel eine Heizung leisten muss, hängt auch davon ab, wie viel Wärme über die Gebäudehülle verloren geht. Wird beispielsweise das Dach, die Fassade, die oberste Geschossdecke oder die Kellerdecke gedämmt, verringert sich der Wärmebedarf des Hauses.

Ein Beispiel: Wird zunächst eine neue Heizung geplant und erst später die Gebäudehülle energetisch verbessert, kann die Heizungsanlage für einen Wärmebedarf ausgelegt sein, der nach der Sanierung so nicht mehr besteht. Bei der Heizung könnte dann eine geringere Heizleistung ausreichen. Insbesondere bei Wärmepumpen wirkt sich das auf die Dimensionierung und Anschlussleistung – und damit auch auf die Anschaffungskosten – aus. Gleichzeitig können niedrigere Vorlauftemperaturen bessere Voraussetzungen für einen effizienten Betrieb der Heizung schaffen.

Stehen mehrere größere Sanierungsschritte an, lohnt es sich deshalb, geplante Maßnahmen an Gebäudehülle und Heiztechnik von Anfang an gemeinsam zu betrachten. So kann die neue Heizung besser auf den künftigen Wärmebedarf des Hauses abgestimmt werden.

5. Brauche ich erst eine komplette Dämmung, bevor eine Wärmepumpe infrage kommt?

Nein. Auch ein älteres Bestandsgebäude muss nicht grundsätzlich vollständig gedämmt sein, bevor eine Wärmepumpe eingebaut werden kann.

Allerdings schafft eine gut gedämmte Gebäudehülle günstigere Voraussetzungen für den Betrieb der Wärmepumpe. Denn je geringer die Wärmeverluste sind, desto niedriger kann der Wärmebedarf des Hauses ausfallen. Dann können niedrigere Vorlauftemperaturen ausreichen – und Wärmepumpen arbeiten in der Regel dann besonders effizient, wenn sie das Gebäude mit möglichst niedrigen Vorlauftemperaturen beheizen können.

Ob eine Wärmepumpe für das jeweilige Haus geeignet ist, hängt dennoch von mehreren Faktoren ab. Dazu gehören neben dem Wärmebedarf unter anderem die erforderliche Vorlauftemperatur sowie Art und Größe der vorhandenen Heizflächen.

Vor der Entscheidung für eine Wärmepumpe ist deshalb eine fachliche Prüfung sinnvoll: Wie viel Wärme benötigt das Haus tatsächlich? Welche Vorlauftemperatur ist erforderlich? Reichen die vorhandenen Heizkörper aus? Und wie lassen sich geplante Dämmmaßnahmen sinnvoll mit dem Heizungstausch kombinieren?

6. Welche Dämmmaßnahmen eignen sich für eine schrittweise Sanierung?

Nicht jedes Haus muss vom Keller bis zum Dach auf einmal saniert werden. Oft ist es sinnvoller, die Dämmung nach und nach anzugehen – zum Beispiel dann, wenn ohnehin Arbeiten am Dach oder an der Fassade anstehen oder zunächst kleinere Maßnahmen umgesetzt werden sollen.

Je nach Gebäude können zum Beispiel das Dach oder die oberste Geschossdecke, die Außenwände und die Kellerdecke zuerst gedämmt werden. Auch die Dämmung von Heizungs- und Warmwasserleitungen kann eine sinnvolle kleinere Maßnahme sein.

Einige Arbeiten kommen – abhängig von der baulichen Situation und den eigenen handwerklichen Fähigkeiten – auch für Heimwerker infrage. Dazu zählen etwa die Dämmung einer gut zugänglichen obersten Geschossdecke, eine Schrägdachdämmung zwischen und unter den Sparren oder die Dämmung von Kellerdecke sowie von Heizungsrohren in unbeheizten Bereichen. Komplexere Arbeiten, etwa das Anbringen eines WDVS an der Außenwand oder eine Aufsparrendämmung, sind in der Regel Aufgabe für ein Fachunternehmen.

Mineralwolle, also Glas- oder Steinwolle, eignet sich für viele dieser Anwendungen und wird neben dem Wärmeschutz auch für den Schall- und Brandschutz eingesetzt.

Mineralwolle | Glaswolle | Steinwolle | Wärmedämmung | Lärmschutz | Brandschutz | Dämmstoff | Dämmen | Energiesparen
Dämmung der obersten Geschossdecke
Frau bringt eine Zwischensparrendämmung mit Mineralwolle an | Der Dämmstoff
Zwischensparrendämmung
Mineralwolle | Glaswolle | Steinwolle | Wärmedämmung | Lärmschutz | Brandschutz | Dämmstoff | Dämmen | Energiesparen
Dämmung der Kellerdecke
Mineralwolle | Glaswolle | Steinwolle | Wärmedämmung | Lärmschutz | Brandschutz | Dämmstoff | Dämmen | Energiesparen
Rohrdämmung

7. Fenster tauschen oder Fassade dämmen – was kommt zuerst?

Wer ohnehin neue Fenster und eine Fassadendämmung plant, sollte – insofern möglich – beides zusammen oder zeitnah nacheinander ausführen.

Neue Fenster sind außerdem in der Regel dichter als alte. Dadurch kann sich nicht nur der Luftaustausch vermindern, sondern an der ungedämmten – im Winter kalten – Wand zu Tauwasserausfall oder sogar Schimmel führen. Eine Außenwanddämmung verringert die Wärmeverluste durch die Wand und erhöht die Oberflächentemperaturen. Dadurch wird die Gefahr von Tauwasserausfall deutlich verringert und das Raumklima behaglicher.

Aber auch die Anschlüsse Wand – Fenster und an andere Bauteile sind zu beachten. Wichtig ist deshalb, Fenster und Fassadendämmung von Anfang an gemeinsam zu planen.

8. Wann lohnt sich eine Energieberatung?

Spätestens, wenn mehrere größere Sanierungsmaßnahmen anstehen oder noch unklar ist, womit man am besten beginnt, kann eine Energieberatung hilfreich sein. Sie verschafft zunächst einen Überblick darüber, wie das Haus energetisch dasteht und wo Handlungsbedarf besteht.

Energieeffizienz-Experten nehmen dazu unter anderem die Gebäudehülle und die Heiztechnik in den Blick. Sie prüfen etwa, wie Dach, Außenwände, Fenster oder Geschossdecken beschaffen sind, wie geheizt wird und wo energetische Schwachstellen liegen. Auf dieser Grundlage können sie geeignete Sanierungsmaßnahmen vorschlagen und eine sinnvolle Reihenfolge entwickeln.

Soll die Sanierung über mehrere Jahre verteilt werden, kann beispielsweise ein individueller Sanierungsfahrplan, kurz iSFP, erstellt werden. Er zeigt mögliche Sanierungsschritte für das Gebäude auf und gibt damit einen roten Faden für die kommenden Jahre.

Auch finanziell kann ein iSFP interessant sein. Für Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle beträgt der Fördersatz derzeit grundsätzlich 15 Prozent. Bei einem Einfamilienhaus können dabei ohne iSFP bis zu 30.000 Euro förderfähige Investitionskosten pro Maßnahme berücksichtigt werden. Mit iSFP erhöht sich diese Höchstgrenze auf bis zu 60.000 Euro. Unter bestimmten Voraussetzungen kann für den Kostenanteil oberhalb von 30.000 Euro zusätzlich ein iSFP-Bonus von 5 Prozentpunkten hinzukommen. Auch die Erstellung des Sanierungsfahrplans selbst wird staatlich gefördert. Mehr erfahren

Wer also heute das Dach dämmen und erst später Fassade, Fenster oder Heizung angehen möchte, kann schon bei der ersten Maßnahme berücksichtigen, welche Sanierungsschritte in den nächsten Jahren folgen sollen. So hilft die Energieberatung nicht nur dabei, die passende Reihenfolge zu finden, sondern auch, Fördermöglichkeiten frühzeitig in die Planung der energetischen Modernisierung des Hauses einzubeziehen.

9. Kann die richtige Reihenfolge bei der Sanierung Kosten sparen?

Ja. Wer energetische Maßnahmen mit Arbeiten verbindet, die sowieso anstehen, kann Kosten sparen. Muss zum Beispiel das Dach neu eingedeckt werden, kann die Dämmung direkt mitgeplant werden. Ähnlich ist es bei der Fassade: Wird ohnehin ein Gerüst aufgestellt, bietet es sich an zu prüfen, ob die Fassadendämmung im gleichen Zuge umgesetzt werden kann. So lassen sich Arbeiten bündeln und unnötige Zusatzkosten vermeiden.

Auch die Reihenfolge selbst kann Kosten beeinflussen. Werden Maßnahmen frühzeitig aufeinander abgestimmt, müssen bereits sanierte Bereiche später möglichst nicht noch einmal geöffnet, angepasst oder nachgebessert werden. Das betrifft zum Beispiel Anschlüsse zwischen Fenstern und Fassade oder Übergänge zwischen verschiedenen gedämmten Bauteilen.

Wie groß der finanzielle Vorteil im Einzelfall ist, hängt vom Gebäude und den geplanten Arbeiten ab. Pauschale Summen lassen sich deshalb nicht nennen. Klar ist aber: Wer ohnehin notwendige Arbeiten und energetische Verbesserungen gemeinsam plant, kann vorhandene Gelegenheiten besser nutzen und vermeidbare Mehrkosten reduzieren.

10. Welche Regel sollte ich mir für meine Sanierung merken?

Bevor die erste Maßnahme startet, lohnt sich der Blick auf das ganze Haus: Was ist bereits modernisiert? Wo gibt es noch Schwachstellen? Welche Arbeiten stehen ohnehin an und was ist für die nächsten Jahre geplant?

Die Antworten auf diese Fragen helfen, die nächsten Schritte sinnvoll zu ordnen. Denn welche Maßnahme zuerst ansteht, hängt immer vom Zustand des Hauses und den geplanten Maßnahmen ab.

Gerade, wenn die Sanierung über mehrere Jahre verteilt wird, lohnt es sich, einen Schritt vorauszudenken. So können die einzelnen Maßnahmen besser ineinandergreifen – und aus einzelnen Sanierungsschritten entsteht nach und nach ein stimmiges Gesamtkonzept für das Haus. Energieberaterinnen und Energieberater sowie Fachbetriebe können dabei unterstützen, die passende Lösung für das jeweilige Gebäude zu finden.

Sie besitzen eine Wohnimmobilie und planen, diese mit Mineralwolle zu dämmen oder haben dies bereits getan? 

Gerne möchten wir von Ihrem Dämmvorhaben mit Glas- oder Steinwolle berichten.

Wir freuen uns auf Ihr Sanierungsprojekt!

Sie finden alle Informationen zur Bewerbung unter folgendem Link:

Dämmung aus Mineralwolle | Der Dämmstoff

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