Heizungsrohre isolieren: Rohrdämmung mit Mineralwolle

Ungedämmte Heizungs- und Warmwasserleitungen können auf ihrem Weg durch unbeheizte Räume Wärme an die Umgebung abgeben. Wer Heizungsrohre isolieren beziehungsweise dämmen möchte, kann diese Wärmeverluste mit einer vergleichsweise einfachen Maßnahme begrenzen.

Für die Rohrdämmung mit Mineralwolle stehen vorgefertigte Rohrschalen zur Verfügung, die passend zum Durchmesser der Leitung ausgewählt werden. Diese sind meist alukaschiert, mit einem Selbstklebestreifen auf der Überlappung der Kaschierung. Gut zugängliche Heizungsrohre lassen sich je nach Dämmsystem auch in Eigenleistung dämmen.

Im allgemeinen Sprachgebrauch werden Rohrisolierung und Rohrdämmung häufig gleichbedeutend verwendet. Bei Heizungs- und Warmwasserleitungen geht es darum, den Wärmestrom zwischen Leitung und Umgebung durch eine geeignete Dämmschicht zu reduzieren.

Warum Heizungs- und Warmwasserrohre isolieren?

Heizungsleitungen transportieren Wärme vom Wärmeerzeuger zu den Heizflächen im Gebäude. Verlaufen sie beispielsweise durch einen unbeheizten Keller, können sie dabei Wärme an die Umgebung abgeben.

Wie relevant eine Rohrdämmung ist, hängt auch davon ab, welche Funktion die Leitung erfüllt und durch welche Bereiche des Gebäudes sie verläuft.

Eine Rohrdämmung reduziert diese Wärmeabgabe. So geht auf dem Weg zu den Heizflächen weniger Wärme verloren.

Auch bei Warmwasserleitungen hilft die Dämmung, die Temperatur des Wassers auf dem Weg zur Entnahmestelle zu erhalten.

Wie stark sich eine nachträgliche Dämmung auswirkt, hängt unter anderem von Länge und Durchmesser der Leitungen, den Temperaturen im Rohrsystem und der bereits vorhandenen Dämmung ab.

Heizungsrohre selbst isolieren: Schritt für Schritt

Gut zugängliche Heizungsrohre können je nach verwendetem Dämmsystem auch in Eigenleistung gedämmt werden. Wichtig ist, vor Beginn der Arbeiten Rohrdurchmesser und benötigte Dämmstärke zu bestimmen und passende Rohrschalen auszuwählen.

1. Rohrleitungen ausmessen

Zunächst wird ermittelt, welche Leitungen mit welchen Durchmessern gedämmt und auf welcher Länge sie gedämmt werden sollen. Auch Bögen, Abzweigungen, Armaturen und Rohrhalterungen werden dabei berücksichtigt.

2. Passende Rohrschalen auswählen

Die Rohrschalen werden entsprechend dem Rohrdurchmesser und der benötigten Dämmstärke ausgewählt.

3. Rohrschalen zuschneiden

Die Rohrschalen werden auf die benötigte Länge zugeschnitten. An Bögen, Übergängen und Anschlüssen werden die einzelnen Stücke passend an den Verlauf der Leitung angepasst.

4. Rohrschalen anbringen und Kaschierung verkleben

Die zugeschnittenen Rohrschalen werden um die Leitung gelegt, die Schutzfolie der integrierten Selbstklebestreifen der Alukaschierung abgezogen und die Längsnähte angedrückt und damit verklebt. Alle Stoßfugen werden lückenlos Stoß auf Stoß verlegt, um Wärme- oder Kältebrücken zu verhindern, und die Stöße abschließend mittels Klebeband verklebt.

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