Ungedämmte Heizungs- und Warmwasserleitungen können auf ihrem Weg durch unbeheizte Räume Wärme an die Umgebung abgeben. Wer Heizungsrohre isolieren beziehungsweise dämmen möchte, kann diese Wärmeverluste mit einer vergleichsweise einfachen Maßnahme begrenzen.
Für die Rohrdämmung mit Mineralwolle stehen vorgefertigte Rohrschalen zur Verfügung, die passend zum Durchmesser der Leitung ausgewählt werden. Diese sind meist alukaschiert, mit einem Selbstklebestreifen auf der Überlappung der Kaschierung. Gut zugängliche Heizungsrohre lassen sich je nach Dämmsystem auch in Eigenleistung dämmen.
Im allgemeinen Sprachgebrauch werden Rohrisolierung und Rohrdämmung häufig gleichbedeutend verwendet. Bei Heizungs- und Warmwasserleitungen geht es darum, den Wärmestrom zwischen Leitung und Umgebung durch eine geeignete Dämmschicht zu reduzieren.
Heizungsleitungen transportieren Wärme vom Wärmeerzeuger zu den Heizflächen im Gebäude. Verlaufen sie beispielsweise durch einen unbeheizten Keller, können sie dabei Wärme an die Umgebung abgeben.
Wie relevant eine Rohrdämmung ist, hängt auch davon ab, welche Funktion die Leitung erfüllt und durch welche Bereiche des Gebäudes sie verläuft.
Eine Rohrdämmung reduziert diese Wärmeabgabe. So geht auf dem Weg zu den Heizflächen weniger Wärme verloren.
Auch bei Warmwasserleitungen hilft die Dämmung, die Temperatur des Wassers auf dem Weg zur Entnahmestelle zu erhalten.
Wie stark sich eine nachträgliche Dämmung auswirkt, hängt unter anderem von Länge und Durchmesser der Leitungen, den Temperaturen im Rohrsystem und der bereits vorhandenen Dämmung ab.
Für die Rohrisolierung mit Mineralwolle stehen unter anderem vorgefertigte Rohrschalen zur Verfügung. Sie sind an die runde Form der Leitung angepasst und werden passend zum jeweiligen Rohrdurchmesser ausgewählt.
Die Rohrschalen umschließen die Leitung und bilden eine möglichst durchgehende Dämmschicht. Dadurch lässt sich die Wärmeabgabe des Rohres an die Umgebung begrenzen.
Mineralwolle besitzt eine geringe Wärmeleitfähigkeit. Glaswolle und Steinwolle sind zudem nichtbrennbare Dämmstoffe und kommen auch bei Rohrleitungen mit Anforderungen an den Brandschutz zum Einsatz.

Die Dämmung von Rohrleitungen kann auch in Eigenleistung erfolgen.
Wie dick eine Rohrleitung gedämmt werden muss, hängt unter anderem vom Durchmesser der Leitung und der Wärmeleitfähigkeit des verwendeten Dämmstoffs ab.
Für Wärmeverteilungs- und Warmwasserleitungen enthält das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG, ehemals Gebäudeenergiegesetz – GEG) Vorgaben zur Begrenzung der Wärmeabgabe. Die konkreten Anforderungen an die Wärmedämmung von Rohrleitungen und Armaturen sind in Anlage 8 des GModG geregelt.
Die Vorgaben betreffen unter anderem bisher ungedämmte und zugängliche Wärmeverteilungs- und Warmwasserleitungen außerhalb beheizter Räume. Welche Dämmstärke erforderlich ist, richtet sich nach den gesetzlichen Vorgaben und dem verwendeten Dämmstoff.

Um Wärmeverluste von Heizungs- und Warmwasserleitungen zu begrenzen, gelten nach GModG (ehemals GEG) Anforderungen an deren Wärmedämmung. Für die Rohrdämmung können beispielsweise Rohrschalen aus Mineralwolle eingesetzt werden.
Gut zugängliche Heizungsrohre können je nach verwendetem Dämmsystem auch in Eigenleistung gedämmt werden. Wichtig ist, vor Beginn der Arbeiten Rohrdurchmesser und benötigte Dämmstärke zu bestimmen und passende Rohrschalen auszuwählen.
Zunächst wird ermittelt, welche Leitungen mit welchen Durchmessern gedämmt und auf welcher Länge sie gedämmt werden sollen. Auch Bögen, Abzweigungen, Armaturen und Rohrhalterungen werden dabei berücksichtigt.
Die Rohrschalen werden entsprechend dem Rohrdurchmesser und der benötigten Dämmstärke ausgewählt.
Die Rohrschalen werden auf die benötigte Länge zugeschnitten. An Bögen, Übergängen und Anschlüssen werden die einzelnen Stücke passend an den Verlauf der Leitung angepasst.
Die zugeschnittenen Rohrschalen werden um die Leitung gelegt, die Schutzfolie der integrierten Selbstklebestreifen der Alukaschierung abgezogen und die Längsnähte angedrückt und damit verklebt. Alle Stoßfugen werden lückenlos Stoß auf Stoß verlegt, um Wärme- oder Kältebrücken zu verhindern, und die Stöße abschließend mittels Klebeband verklebt.