Nachhaltige Architektur: Sanieren statt Abreißen

  • Die Sanierung der Konzernzentrale von BayWa in München ist ein gelungenes Beispiel für nachhaltige Architektur

  • Dämmung aus Mineralwolle sorgt für Energieeffizienz und optimalen Brandschutz

06. September 2017 – Wie ein Riese aus Beton ragt die Konzernzentrale des Unternehmens BayWa in den Münchener Himmel. Zwei 100-Meter-Kräne machen schon von weitem deutlich: Hier tut sich etwas. Doch das in die Jahre gekommene Gebäude wird nicht etwa abgerissen. Sondern aufwendig kernsaniert und aufgestockt. Ein gelungenes Beispiel für eine nachhaltige Architektur, die aus dem alten Rohbau ein neues und modernes Hochhaus entstehen lässt.

Nachhaltige Architektur = Wiederverwertbar

„Das Nachhaltigste ist, wenn man eine qualitativ hochwertige Architektur schafft, die auch in 50 Jahren noch verwendet werden kann. Wenn man sagt, den Rohbau verwende ich weiter, ist das nachhaltig, denn er muss nicht abgebrochen und entsorgt werden“, erklärt Architekt Matthias Haber von Hild und K Architektur. Er hat die Sanierung der BayWa-Zentrale geplant und stand mit dem gesamten Projektteam vor der kniffligen Frage, ob das alte Hochhaus abgerissen und neu errichtet werden muss.

Doch ein Abriss mitten in der Stadt wäre sehr aufwendig und teuer gewesen. Und unnötig, denn der Rohbau aus den 60er Jahren erwies sich als ideales Grundgerüst für eine Modernisierung. 400 Arbeiter entkernten den Gebäudekomplex in den letzten zwei Jahren, installierten Isolierglasfenster und Glasfaserbetonplatten. Die Fassade ist mit einer 20 Zentimeter dicken Schicht aus Mineralwolle ummantelt. Diese sorgt für die richtige Wärmedämmung und bietet optimalen Brandschutz. Damit erfüllt der Bau auch in Zukunft höchste Ansprüche an Nachhaltigkeit und Energieeffizienz.

Eine Krone mit Panoramablick auf die Alpen

Das Projekt geht nun in die heiße letzte Phase, bevor die 1.300 Mitarbeiter wieder in ihre Büros einziehen können. Für sie stehen noch vor Jahresende rund 7.000 Quadratmeter zusätzliche Bürofläche zur Verfügung, verteilt auf vier neue Stockwerke. Durch die großzügige Verglasung und die neue Fassade wirkt das Erscheinungsbild nun leichter und eleganter als vorher. Gekrönt wird die neue Silhouette mit einem offenen Konferenzbereich im 20. Stock, der einen Panoramablick auf München und die Alpen bietet. Die passende Krone für einen nachhaltigen Bau.

 

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(Foto: CC BY 3.0): Marode, veraltet und karg. Das Hochhaus der BayWa-Zentrale stand vor der Frage „Abriss oder Sanierung?“ Doch die nachhaltige Architektur des Grundgerüstes ermöglichte eine Kernsanierung.


(Foto: BayWa): Ab Ende 2017 ziehen 1.300 Mitarbeiter in ihre neuen, modernen Büros ein. Das neue Erscheinungsbild wird gekrönt durch einen Konferenzbereich im 20. Stock , der einen Panoramablick auf München und die Alpen bietet.

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