Die Renaissance im Westen Berlins

  • Mit einem neuen Hochhaus, dem „Upper West“, katapultiert sich West-Berlin in die architektonische Moderne

  • Die Fassade wurde wie ein Puzzle aufgebaut und verfügt über eine Anti-Radartechnik

  • Mineralwolle im Fassadenkern garantiert maximalen Brandschutz

7. Juni 2017 – Die Berliner City West erfindet sich neu. Das lange vernachlässigte, ehemalige Zentrum West-Berlins durchlebt derzeit eine Verwandlung. Rund um den Bahnhof Zoo schießt ein Prestigeprojekt nach dem anderen in die Höhe. Besonderes auffällig ist das kürzlich eröffnete „Upper West“ am Breitscheidplatz. Mit 119 Metern gehört es zu den fünf höchsten Bauten Berlins – genauso wie das benachbarte „Zoofenster“. Seine wellenförmig geschwungenen Fassade in perlweißer Farbe ist ein echter Hingucker und ein absolutes High-Tech-Produkt.

Der „weiße Riese am Breitscheidplatz“ hat eine Puzzlefassade

Die markante Gebäudehülle besteht aus 3650 vorgefertigten Einzelelementen aus weißem Aluminium und voreingebauten Gläsern. „Diese Bauteile, trotz kleiner Unterschiede, serienmäßig zu produzieren, war eine besondere Herausforderung“, berichtet Projektleiter Thomas Kiefer. Er und sein Team von Dobler Metallbau aus Deggendorf in Bayern haben die Fassadenelemente hergestellt und anschließend montiert, indem sie die einzelnen Teile präzise ineinander eingehängt, und wie ein Puzzle zusammengebaut haben. Für den perfekten Brand- und Schallschutz sorgen je zwei, 90 Millimeter dicke Dämmplatten aus Mineralwolle, im Kern der L-förmigen Fassadenteile. „Mineralwolle erfüllt unsere hohen Anforderungen an den Brandschutz am besten, weil sie einen Schmelzpunkt von über 1.000 Grad Celsius hat“, erklärt Kiefer.

Wie viel High-Tech in der Gebäudehülle des Upper West steckt, verdeutlicht ein Blick auf die Fenster. Diese verfügen über eine spezielle Anti-Radar-Technik, um den Flugbetrieb an den Flughäfen Tegel und Schönefeld nicht zu stören. Sie reduzieren die Reflektion von Radarsignalen und verhindern somit, dass Piloten und Fluglotsen irritiert werden. Außerdem sind die Jalousien aus einem einseitig transparenten Material, das bei maximalem Sonnenschutz weiterhin einen Blick auf den Kurfürstendamm ermöglicht.

Das neue Gesicht der City West

Entworfen wurde der 250 Millionen Euro teure Bau vom Berliner Star-Architekten Christoph Langhof. Er möchte mit seinem Hochhaus die City West in die Moderne katapultieren und die Dynamik des Viertels darstellen. Auf der obersten Etage entsteht derzeit eine Skybar, in der die Gäste ab 2018 bei einem Drink die spektakuläre Sicht auf die Stadt genießen können. Damit das Upper West auch langfristig so schön weiß bleibt, bedarf es übrigens einer besonderen Pflege: Zweimal im Jahr soll die Fassade gereinigt werden – von Hand. Und das wird wohl jedes Mal drei Monate dauern.

Weitere Informationen, Bilder und Links finden Sie auf Twitter @DerDaemmstoff unter dem Hashtag #MaxMin.

Interessante Artikel:

(Foto: Rockwool): Mit seiner markanten, weißen Fassade und einer Höhe von 119 Metern ist das Upper West das neue Wahrzeichen der Berliner City West.


(Foto: Rockwool): Die Gebäudehülle besteht aus 3650 vorgefertigten Einzelelementen aus weißem Aluminium und voreingebauten Gläsern, die präzise ineinander eingehakt wurden.


(Foto: Rockwool): Für den perfekten Brand- und Schallschutz sorgen je zwei, 90 Millimeter dicke Dämmplatten aus Mineralwolle, im Kern der L-förmigen Fassadenteile.

Ähnliche Artikel, die Sie interessieren könnten

 Elbphilharmonie: Die Vision vom perfekten Klang

Er ist ein Baumeister des Unsichtbaren: Der Japaner Yasuhisa Toyota ist einer der seltenen Klang-Architekten. Die Elbphilharmonie in Hamburg könnte sein Meisterwerk werden, vielleicht sogar das beste Konzerthaus der Welt. Kein Geräusch von Außen soll den perfekten Klang im Innern stören. Dafür hat Toyota sogar die Lüftungskanäle schallisolieren lassen – mit Mineralwolle.