Echte Energieleistung mit Mineralwolle

Modernisierung eines Hauses zum KfW-Effizienzhaus 70

Kellerdecke, Dach und Fassade nicht gedämmt, die Verglasung der Fenster veraltet, viele Wärmebrücken: Das Haus der Familie Boes im badischen Rheinmünster war eine regelrechte „Energieschleuder“ bevor sich die Eigentümer Ingrid und Hans-Jürgen Boes entschieden, ihr Haus energetisch mit einer Dämmung und neuer Heizung auf Vordermann zu bringen. Im Mai 2009 erlebte die Familie hautnah mit, wie ihr Mehrfamilienhaus unter Verwendung von Mineralwolle wie Glaswolle oder Steinwolle zu einem „KfW-Effizienzhaus 70“ wurde.

Bei einem Fachvortrag zur Energieeinsparung informierte sich Familie Boes erstmals über die unterschiedlichen Maßnahmen einer Hausmodernisierung und lernte dort Energieberater Matthias Dörr kennen. Sein Angebot einer kostenlosen und unverbindlichen Erstberatung nahm das Ehepaar gerne an. “Nachdem wir 42 Jahre in unserem Haus als Mieter gewohnt haben, kauften wir es im vergangenen Jahr und wollen es nun zum Beginn unseres Ruhestandes auf den energetisch neuesten Stand bringen”, erzählt Hans-Jürgen Boes. Im ersten Schritt analysierte Dörr den aktuellen Energiebedarf des Hauses. Danach ging es um die Ermittlung des konkreten Einsparpotenzials und dessen Amortisation. “Bei mir erfährt der Hausbesitzer im Voraus, wie schnell sich beispielsweise der Einbau einer zusätzlichen Dämmung im Dach wie beispielsweise durch Mineralwolle als Glaswolle oder Steinwolle rechnet. Und wie wirtschaftlich eine Wärmeschutzverglasung bei Fenstern ist”, berichtet Energieberater Dörr aus seiner Praxis. Das Ziel stand bei Familie Boes schnell fest: Rund 60 Prozent Heizenergie ließen sich in dem 1966 erbauten Haus mit 240 Quadratmetern Wohnfläche mit einem vertretbaren Aufwand an Modernisierung  einsparen. Dabei spielte auch der Einsatz von Mineralwolle wie Glaswolle oder Steinwolle als Dämmung für Fassade oder Dach eine wichtige Rolle.

Gründliche Besichtigung zu Beginn

Energieberater Dörr begann seine Besichtigungstour bei Familie Boes wie fast immer im untersten Geschoss bei der Heizung: “Die unbeheizten Kellerräume mit der nicht isolierten  Kellerdecke sind aus energetischer Sicht ein Fass ohne Boden”, stellte der Energieberater fest. Mit Mineralwolle wie Glaswolle oder Steinwolle sei hier aber Abhilfe zu schaffen. Außerdem hatten die Hauseigentümer durch die ungedämmte Betondecke in der Wohnung im Erdgeschoss Schimmelbildung zu beklagen. Für den Energieberater jedoch kein Problem, “mit einem optimalen Wärmeschutz aus Mineralwolle hat der Schimmel zukünftig keine Chance mehr.”

Sanierungsfall vom Keller bis zum Dach

Die Besichtigung durch den Energieberater sowie der erstellte Energieausweis zeigten einen enormen Sanierungsbedarf vom Keller über die Fassade bis zum Dach. Der bedarfsorientierte Energieausweis wies einen End-Energiebedarf von 360,9 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr aus. Der Primärenergiebedarf lag bei 402,7 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr. Die festgestellten Mängel im Keller, an Fassade, Fenstern und Dach sowie eine Öl-Heizung aus dem Jahr 1985 ließen Ingrid und Hans-Jürgen Boes nicht lange zögern. Nach dem ausführlichen Expertencheck entschieden sie sich für eine Sanierung auf KfW Effizienzhaus-70-Standard  mit einer Dämmung aus Mineralwolle. “Wir hatten für die umfangreichen Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen eine Bausumme von 130.000 Euro zur Verfügung. Der Zuschuss von der KfW belief sich auf etwa zehn Prozent. Das macht zusammen mit der Förderung der Heizung über 15.000 Euro”, erläuterte Energieberater Dörr.

Straffer Fahrplan – neue Heizung und Modernisierung mit Mineralwolle

Der Heizungsbauer ersetzte die bisherige Ölheizung durch eine CO2-neutrale Holzpelletheizung mit einem Pelletlager von 4,6 Tonnen Fassungsvermögen. Vorab wurde die Kellerdecke mit Mineralwolle gedämmt. Sie sorgt jetzt im Erdgeschoss für warme Füße. Zweiter Schritt war die Erneuerung der Fenster. Die vorhandenen Fensterrahmen der alten Schallschutzfenster (das Haus befindet sich in der Nähe eines Regionalflughafens) waren noch voll funktionstüchtig und boten genügend Platz für eine neue Dreifachverglasung. Lediglich drei Fenster mussten komplett ausgetauscht werden. Die neuen Fenster haben einen Wärmedurchgangswert (U-Wert) von 0,6, die alten waren mit einem Wert von 3,5 eine enorme Schwachstelle. In diesem Arbeitsschritt wurden auch die Rollladenkästen gedämmt, sowie die alten Fensterbänke und das betonierte Vordach abgetrennt und damit Wärmebrücken eliminiert. Anfang Juli montierten Handwerker die neue, gedämmte Haustür. Mitte Juli wurde das Haus komplett eingerüstet und der Zimmermann entfernt die alte Dacheindeckung. Der Bereich zwischen den Sparren wurde voll mit Mineralwolle wie Steinwolle oder Glaswolle gedämmt und zusätzlich eine 60 Millimeter starke Mineralwolle-Dämmung auf den Sparren verlegt. Im Bereich des Speichers erhielt die oberste Geschossdecke eine 240 Millimeter dicke Dämmschicht aus Mineralwolle wie Steinwolle oder Glaswolle. Jedes der neuen, energiesparenden Dachfenster bekam als Hitzeschutz im Sommer einen Außenrollladen. “Gerade als die Dacharbeiten stattfanden, regnete es fast täglich. Zum Glück hielt das Dach dicht”, ist Ingrid Boes froh.

Umfassende Betreuung durch Energieberater

Energieberater Matthias Dörr koordinierte die Handwerker vor Ort und begleitete jeden Bauabschnitt – Von der Dämmung mit Mineralwolle wie Glaswolle oder Steinwolle der Heizungsrohre, der Dämmung des Dachbodens bis hin zum Putz. Ende Juli wurden die Fensterlaibungen auch mit Mineralwolle gedämmt und die neuen Fensterbänke gesetzt. Danach folgten die Gipserarbeiten und die Anbringung eines 140 Millimeter starken Wärmedämm-Verbundsystems (WDVS) an der Fassade. Dabei wurde auch Mineralwolle wie Steinwolle oder Glaswolle eingesetzt. Die Wärmebrücke zwischen Fassade und Balkon verschwand nach einer rundum angebrachten Dämmung aus Mineralwolle. Schließlich wurde der Balkon durch eine Metallkonstruktion um 1,5 Meter verlängert, um später mehr Raum zum Feiern mit Gästen zu bieten. Nach der Sanierung und Isolierung  des Sockelbereichs strahlt das Haus von Familie Boes in neuem Glanz. “Eine Komplettsanierung ist zwar ein radikaler Schritt”, beschreibt Energieberater Matthias Dörr, “aber nur so lässt sich der enorme Energiehunger eines solch alten Hauses drastisch reduzieren. Wichtig ist, dass sämtliche Erneuerungsschritte sinnvoll aufeinander abgestimmt sind.”

Glückliche Hausbesitzer

Auch Ingrid und Hans-Jürgen Boes sind stolz auf ihr neues Schmuckstück. “Mit dem Ablauf der Arbeiten und dem Ergebnis sind wir rundum zufrieden.” Und den neuen Wohnkomfort bemerkten die Bewohner umgehend: “Unser Mieter im Dachgeschoss freute sich an den heißen Tagen schon sehr über deutlich kühlere Räume”, berichtet Ingrid Boes. Auch eine Folge der “doppelten“ Dachdämmung mit Mineralwolle aus Steinwolle oder Glaswolle und der neuen Heizung. Mit einem Jahres-Primärenergiebedarf von nur noch 35,2 Kilowattstunden pro Jahr und Quadratmeter unterschreitet das Haus das Neubauniveau der Energieeinsparverordnung EnEV um stolze 67 Prozent. Ein Ergebnis, an dem die Dämmung durch Mineralwolle wie Glaswolle oder Steinwolle einen gewichtigen Anteil hat. Freuen können sich auch Energieberater Matthias Dörr und einige der beteiligten Handwerker, die durch die Modernisierung bereits Folgeaufträge aus der Nachbarschaft erhalten haben.

Quelle: www.energie-fachberater.de

Echte Energieleistung mit Mineralwolle
Das Zweifamilienhaus wurde 1966 erbaut.
Foto: www.energie-fachberater.de
Echte Energieleistung mit Mineralwolle
Dacharbeiten: Die Sparren wurden komplett mit Mineralwolle gedämmt
Foto: www.energie-fachberater.de
Echte Energieleistung mit Mineralwolle
Das Haus ist frisch mit Mineralwolle gedämmt, die Fassade verputzt, der Dachüberstand in einem modernen Grauton gestrichen
Foto: www.energie-fachberater.de