Modernisierungsempfehlungen
Das Ehepaar ist sich einig: "Wir wollen modernisieren." Popek erarbeitet zunächst eine aktuelle Objektbeschreibung, von der sie konkrete Modernisierungsempfehlungen ableitet: "Bei dem untersuchten Haus Baujahr 1975 handelt es sich um eine Doppelhaushälfte in Massivbauweise mit Satteldach in Nord-Süd-Ausrichtung. Auf der Westseite schließt das Haus des Nachbarn an. Das Haus besitzt eine Vollunterkellerung, zwei Regelgeschosse und ein ausgebautes Dachgeschoss. Die Außenwände des Hauses in den Obergeschossen sind aus 30 Zentimeter starken Hochlochziegeln gemauert. Die Holzfenster aus dem Jahr 1975 besitzen eine Isolierverglasung. Auf der Südseite gibt es Holzpaneele als Teil der Fensterelemente.
Das Dach ist zwischen den Sparren mit sechs Zentimeter Mineralwolle gedämmt und innen mit Holz verschalt. Die Wärmerzeugung findet zentral über einen im Untergeschoss aufgestellten Öl-Niedertemperaturkessel (Baujahr 1993) als Heizung statt. Eine Außentemperatur-geführte Steuerung ist vorhanden. Das Warmwasser wird indirekt über die Heizung bereitgestellt."
Acht verschiedene Modernisierungsvarianten für das Haus schlägt Popek den Schreiners vor. Die Empfehlungen reichen vom Einbau eines Wärmedämmverbundsystems (WDVS) mit Mineralwolle wie Glaswolle oder Steinwolle über den Einbau neuer Fenster und einer verbesserten Dachdämmung mit Mineralwolle wie Steinwolle oder Glaswolle bis hin zum Einbau einer thermischen Solaranlage sowie einer Holzpelletheizung. Schreiners entscheiden sich für eine Variante, die sich aus einem WDVS (14 Zentimeter Mineralwolle , WLS 035), neuen Fenstern (Uw =1,2 Watt je Quadratmeter und Kelvin), neuer Haustür, einer Kombination aus Zwischensparrendämmung (16 Zentimeter Mineralwolle wie Glaswolle oder Steinwolle, WLS 035) und Aufdachdämmung, einer Kellerdeckendämmung (11cm, WLS 035) sowie einer thermischen Solaranlage zur Brauchwassererwärmung zusammensetzt. "Wir haben lange mit uns gerungen, ob wir auch eine Heizung mit Holzpellets einsetzen sollen", erklärt Angela Schreiner, "aber dann kam ein Brief von unserer Gemeinde, dass die Kommune die Errichtung einer Geothermieanlage plant. Deswegen haben wir uns erst mal entschieden, die diesbezüglichen kommunalen Planungen abzuwarten und die gut funktionierende vorhandene Ölheizung im Haus weiter laufen zu lassen."
Auch die Finanzierung muss stimmen
Ein weiterer wichtiger Schritt zum gemütlichen Zuhause ist für Schreiners die Klärung der optimalen Finanzierung. Rund 69.000 Euro soll die Modernisierung kosten. Da die Modernisierung sich nach KfW-Standard richtet, können die Schreiners ein zinsgünstiges Darlehen in Höhe von 50.000 Euro der KfW-Bank, CO2-Sanierungsprogramm, in Anspruch nehmen. "Wir haben das Darlehen vor Baubeginn beantragt. Erst nach Beantragung kann mit der Modernisierung begonnen werden“, verrät Popek. So wurden mit Kfw-Fördermitteln auch die Dämmung mit Mineralwolle wie Steinwolle oder Glaswolle unterstützt. Für die thermische Solaranlage am Haus gab es einen Zuschuss vom BAFA. Hier reichte es zum Zeitpunkt der Modernisierung jedoch, nach Inbetriebnahme den Förderantrag zu stellen.
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