Eine sommerliche Überhitzung von Wohnräumen kann auch ohne Klimaanlage verhindert werden. Meist helfen die Verschattung von Fenstern, die Dämmung der Gebäudehülle und ein richtiges Lüftungsverhalten. Klettert die Temperatur tagsüber auf über 30 Grad Celsius und sinkt sie nachts nicht unter 20 Grad, erwärmen sich vor allem nicht sanierte Häuser. Unter dem Dach kann es da bei Sonnenschein leicht zu schweißtreibenden 40 Grad und mehr kommen. Klimaanlagen kühlen die Hitze wie ein Kühlschrank mit Hilfe von Strom auf ein definiertes Niveau. Bei unzureichender Verschattung und schlechter Dämmung verursacht das horrende Betriebskosten.
Dämmung von Dach und Fassade vermindert Wärmeeintrag
Ein energieeffizienter sommerlicher Wärmeschutz verhindert dagegen zu einem guten Teil, dass die Wärme überhaupt in das Gebäude dringt. Zu den erforderlichen Maßnahmen gehört an erster Stelle eine gute Verschattung der Fenster. So reduzieren außen liegende Rollläden die Sonneneinstrahlung um bis zu drei Viertel. Innen liegende kommen auf 25 Prozent. Auch die Dämmung der Dachflächen und der Außenfassade vermindert den Wärmeeintrag erheblich. Die Wärme wird durch die Dämmung langsamer nach innen geleitet.
Wer dann noch vernünftig lüftet, ist vor den sommerlichen Hitzewellen ausreichend geschützt. Nächtliches Querlüften etwa führt dazu, dass die angesammelte Wärme im Raum wieder entweichen kann. Auch die aufgeheizten Wände und Decken kühlen so über Nacht aus. Werden tagsüber die Fenster und Rollläden geschlossen, bleibt das behagliche Wohnklima lange erhalten - und das ohne Klimaanlage.
Quelle: Zukunft Altbau




