Dämmen in Eigenleistung

Selbst anpacken für die Energiewende

Berlin, im Juni 2016. Viele Arbeiten im und am Haus werden heute in Eigenregie erledigt: Der Bauherr krempelt selbst die Ärmel hoch, weil er Geld sparen oder eine ganz individuelle Lösung verwirklichen möchte oder weil ihm handwerkliche Arbeit einfach Spaß macht. Auch beim Dämmen packen geschickte Heimwerker selbst zu – dank leicht anzuwendenden Materialien und detaillierten Tipps vom Hersteller meist mit gutem Erfolg.

Mineralwolle ist ein verarbeitungsfreundlicher Dämmstoff – kein Wunder also, dass Selbstbauer ihn gerne nutzen. Eine ganze Reihe von Anwendungen findet sich deshalb auch im Heimwerker-Repertoire. Dazu zählt etwa das Dämmen von Heizungs- und Wasserrohren. Hierfür stehen anwendungsfertige Dämmschalen zur Verfügung, die in Baumärkten und im Baustoffhandel mitsamt speziellen Formteilen und dem nötigen Befestigungsmaterial erhältlich sind und vor dem Verarbeiten nur noch passend zugeschnitten werden müssen.

Ein weiteres beliebtes Betätigungsfeld ist die Dämmung der obersten Geschossdecke. Dabei gelingt das Zuschneiden, Ausrollen und dichte Stoßen von Glas- oder Steinwollebahnen meist ohne Probleme und beschert über viele Jahre eine ansehnliche Ersparnis bei der Heizkostenrechnung. Unproblematisch ist es in aller Regel auch, beim Innenausbau Schallschutzmatten in Leichtbauwände einzubauen oder die Kellerdecke von unten zu dämmen. Die passenden Produkte, Werkzeuge und Hilfsmittel für all diese Aufgaben sind flächendeckend und preisgünstig verfügbar, Hersteller und Baustoffhändler teilen ihre Erfahrung und ihr Know-how gerne mit dem tatendurstigen Heimwerker.

 

Auch aufwendigere Projekte gelingen in Eigenleistung

Besonders gerne werden persönliche Beratung sowie Produktbroschüren und Anleitungen der Hersteller bei umfangreicheren Vorhaben in Anspruch genommen. Dazu zählt etwa die Dämmung von Dachschrägen im Zuge eines Dachausbaus. An der Grenze von warmen Innenräumen zur Außenwelt kommen wichtige bauphysikalische Anforderungen ins Spiel, die man als Bauherr kennen sollte, wenn die Dämmung funktionieren und dauerhaft intakt bleiben soll. Dazu zählt die Luftdichtheit der Konstruktion, die Wärmeverluste durch entweichende Luft ebenso verhindert wie eine Durchfeuchtung des Dämmstoffs durch kondensierende Luftfeuchtigkeit. Zur gelungenen Dämmung gehört dann eine Dampfsperre, die die geforderte Luftdichtheit herstellt.

Auch in diesem Bereich sind die Anbieter von Mineralwolle-Dämmstoffen auf Selbstbauer eingerichtet: Zum einen mit Informationsmaterial, das häufig sowohl online als auch in gedruckter Form verfügbar ist. Zum anderen mit Komplettsortimenten sorgfältig aufeinander abgestimmter Produkte. Dazu zählen nicht nur Stein- und Glaswolle, sondern auch die geeigneten Folien, Dichtbänder, Kleber und Dichtstoffe. Bezieht man als Heimwerker die benötigten Materialien aus einer Hand, kann man sich darauf verlassen, dass sie zueinander passen und eine hohe Verarbeitungssicherheit gegeben ist.

 

Einige Aufgaben bleiben dem Fachmann vorbehalten

Eine gewisse Zurückhaltung ist dort geboten, wo Sicherheitsfragen berührt sind oder Bauvorschriften und Normen zwingend erfüllt werden müssen. Das kann etwa dann der Fall sein, wenn bei einem umfangreichen Umbau für eine Wohnungstrennwand die Einhaltung einer bestimmten Feuerwiderstandsklasse verlangt wird. Auf die Ausbildung und Kenntnisse eines Fachhandwerkers kann man hier nur schwer verzichten, zudem bringt er die nötige Erfahrung mit, um alle Umstände vor Ort beurteilen zu können und die Dämmmaßnahme sicher abzuschließen. Hinzu kommt, dass in solchen Fällen nur wenige Bauherren auf eine Haftung und Gewährleistung durch den ausführenden Betrieb verzichten wollen.

Das gilt noch stärker für das Anbringen eines Wärmedämmverbundsystems. Hier sind ebenfalls Sicherheitsaspekte berührt, zudem ist die korrekte Ausführung anspruchsvoll und Fehler können zu erheblichen Bauschäden führen. Nicht zuletzt entscheidet der Erfolg oder Misserfolg in diesem Fall viele Jahre lang über einen erheblichen Posten im Haushalts-Budget, nämlich die erhoffte Energieeinsparung.

Doch auch in solchen Fällen sind Selbstbauer nicht zur Untätigkeit verurteilt. Wer hier mit anpacken möchte, kann sich im Vorfeld mit dem ausführenden Betrieb zusammensetzen und abklären, ob man eventuell mit einfachen Handreichungen dem Profi zuarbeiten kann – davon müssen beim Bau immer noch genug erledigt werden, während die kritischen Arbeitsschritte in den Händen des erfahrenen Fachmanns bleiben.

Auf diese Weise profitiert man von den Vorzügen einer tadellos funktionierenden Mineralwolledämmung, kann sich auf die fachlich einwandfreie Ausführung verlassen und hat dennoch einen wichtigen Teil dazu beigetragen

 

Fotso: FMI Fachverband Mineralwolleindustrie e.V.

 

Mineralwolleplatten sind handlich und unkompliziert zu verarbeiten. Um eine Dämmung fachgerecht zu konstruieren, sollte man allerdings die grundlegenden bauphysikalischen Zusammenhänge kennen und die Verarbeitungshinweise der Hersteller beachten.

Die Dämmung der Kellerdecke mit Steinwolle lohnt sich und ist auch für Eigenleister problemlos zu bewältigen.

Die Dämmung der Kellerdecke mit Steinwolle lohnt sich und ist auch für Eigenleister problemlos zu bewältigen.

 

Ein Wärmedämmverbundsystem anzubringen, erfordert Fachwissen, Erfahrung und Geschick – hier ist der Profi in seinem Element.

Ein Wärmedämmverbundsystem anzubringen, erfordert Fachwissen, Erfahrung und Geschick – hier ist der Profi in seinem Element.